In den nächsten Tagen wird in Salzburg und Tirol die Katastrophenschutzübung OLEX.26 durchgeführt. Bis Freitag trainieren hunderte Einsatzkräfte den Ernstfall eines extremen Wintereinbruchs mit massiven Schneemengen. Diese länderübergreifende Übung, an der rund 24 Organisationen beteiligt sind, orientiert sich an den verheerenden Schneefällen des Winters 2019, die Teile von Salzburg lahmlegten. Ziel der Übung ist es, die Abläufe zwischen Behörden, Einsatzorganisationen und Infrastrukturbetreibern zu optimieren und zu testen.
Ein zentrales Element der Übung ist die Realübung am Freitag, die auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen in Tirol stattfinden wird. Hier wird unter anderem die Suche und Rettung von Verletzten im alpinen Gelände geübt. Diese Szenarien umfassen nicht nur die Bergung von Verletzten, sondern auch die Bekämpfung von Bränden und die Reaktion auf Krisensituationen wie abgeschnittene Landesteile und gestrandete Touristen. Die Übung wird von Katastrophenmanagement-Experten beider Länder vorbereitet, um ein möglichst realistisches Bild zu vermitteln.
Koordination und Zusammenarbeit
Die Übung wird von über 200 Einsatzkräften durchgeführt, darunter Feuerwehr, Polizei, Bundesheer, Rotes Kreuz und Bergrettung. Auch Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger sowie Bahn- und Busbetriebe sind als Partner beteiligt. Am Freitag wird die Pressekonferenz mit Landeshauptleuten und dem Innenminister stattfinden, wo Medienvertreter die Übung vor Ort verfolgen können.
Ein zentrales Anliegen der Übung ist die Überprüfung der Kommunikationswege zwischen den Behörden, den Einsatzorganisationen und den Gemeinden. Die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung stellt sicher, dass die Funkverbindungen zu den Gemeinden funktionsfähig sind. Auch das Rote Kreuz spielt innerhalb der Übung eine wichtige Rolle, indem es realitätsnahe Szenarien durchspielt, um die Abläufe innerhalb der Organisation zu optimieren.
Herausforderungen und Ziele
Das Szenario der Übung OLEX.26 umfasst extreme Schneefälle, Straßensperren, Unterbrechungen von Eisenbahnlinien, Stromausfälle und große Lawinengefahr. Die Notwendigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und regelmäßigen Trainings wird dabei besonders betont. Die Übung dient nicht nur der Verbesserung der Einsatzfähigkeit, sondern auch der kontinuierlichen Überprüfung und Anpassung der Verfahren und Strukturen im Krisenmanagement.
Das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) spielt eine entscheidende Rolle in der Weiterentwicklung konzeptioneller Grundlagen des Krisenmanagements. Es ist wichtig, dass ein Netzwerk von staatlichen und privaten Akteuren entsteht, um die Herausforderungen in Krisensituationen effektiv zu bewältigen. Die Erfahrungen aus der Übung OLEX.26 werden zur Verbesserung des behördenübergreifenden Austauschs von Informationen in Krisen beitragen und sind ein wertvoller Bestandteil der Übungsserie LÜKEX, die als Gelegenheit zur Vernetzung und Erkenntnisquelle fungiert.
Die OLEX.26 Übung ist somit ein wichtiger Baustein für die Sicherheit in Salzburg und Tirol und zeigt eindrucksvoll, wie durch koordinierte Anstrengungen der unterschiedlichen Akteure die Resilienz gegenüber Naturkatastrophen gestärkt werden kann. Weitere Informationen zur Übung finden Sie in der Quelle und in der zweiten Quelle.