Jürgen Klopp, der ehemalige Trainer der Fußballgiganten Borussia Dortmund und Liverpool, hat seit dem 1. Januar 2025 eine neue Rolle als Head of Global Soccer bei Red Bull übernommen. Diese Entscheidung war nicht ganz unerwartet, nachdem Red Bull im Oktober 2024 angekündigt hatte, dass Klopp seine neue Funktion zu Beginn des Jahres 2025 antreten würde. Seine Vorstellung fand in einer einstündigen Live-Show im Hangar-7 des Salzburger Flughafens statt, wo etwa 150 internationale Medienvertreter anwesend waren. Klopp, der mittlerweile 57 Jahre alt ist und als einer der gefragtesten Fußballstrategen weltweit gilt, hat in seiner Karriere bereits große Erfolge gefeiert, darunter zwei Deutsche Meisterschaften mit Dortmund und die Champions League mit Liverpool im Jahr 2019.
Obwohl Klopp zu Red Bull gewechselt ist, wies er Gerüchte über eine Rückkehr ins Trainergeschäft entschieden zurück. „Ich werde nicht als Trainer eines Red-Bull-Teams fungieren“, betonte er klar. Stattdessen sieht er seine neue Rolle als eine Möglichkeit, Trainer zu unterstützen und als Mentor zu fungieren. Klopp möchte sich auf Scouting und die spielerische Philosophie konzentrieren und betont die Wichtigkeit, für Trainer da zu sein, die sich allein fühlen. Diese Entscheidung zeigt, dass Klopp, trotz seiner beeindruckenden Karriere, auch bereit ist, im Hintergrund zu arbeiten und anderen zu helfen, ihre eigenen Erfolge zu erzielen.
Ein Blick in die Vergangenheit
<pDie Verbindung zwischen Klopp und Red Bull ist nicht neu. Bereits im Jahr 2008 führte Klopp Gespräche mit RB Salzburg, während er noch in Mainz tätig war. Laut seinem Berater Mark Kosicke gab es damals bereits eine Vorbesprechung für einen Vertrag. Thomas Linke, der Sportliche Leiter bei RB Salzburg, hatte Kosicke gebeten, die Konditionen Dietrich Mateschitz persönlich mitzuteilen. Mateschitz lehnte das Engagement von Klopp ab, nachdem Kosicke ihm die Bedingungen übermittelt hatte. Diese Entscheidung bezeichnete Mateschitz später als seinen „größten Fehler“. Letztendlich übernahm Co Adriaanse das Traineramt bei RB Salzburg, musste jedoch nach nur 45 Spielen gehen, während Klopp im Juli 2008 zu Borussia Dortmund wechselte.
Seine Vision für den Fußball
In seiner neuen Rolle bei Red Bull spricht Klopp über seine Vision für den Fußball und hebt die Wichtigkeit des Wiedererkennungswerts hervor. Er reflektiert über die Veränderungen im Fußball, die von der Nutzung von DVDs zu modernen Videoanalysen führen. Klopp hat in den letzten Jahren viel über Business-Meetings und neue Technologien im Fußball gelernt. Seine Erfahrungen und Erfolge, darunter der Gewinn der Premier League mit Liverpool 2020, geben ihm die nötige Autorität, um seine Ideen in die Praxis umzusetzen.
Klopps Engagement bei Red Bull umfasst mehrere Fußballvereine, darunter auch RB Leipzig. Er beschreibt seine neue Rolle als eine Reise ins Ungewisse, die ihn jedoch nicht mehr begeistert. Dennoch ist er mit seiner aktuellen Funktion zufrieden und schließt ein Comeback als Trainer nicht aus, hat jedoch derzeit keine Pläne dafür. Klopp lobte zudem den aktuellen DFB-Teamchef Julian Nagelsmann und äußerte, dass er dessen Arbeit sehr schätze. Er hofft, dass Nagelsmann noch lange Nationaltrainer bleibt.
Die Entscheidung von Klopp, den Trainerstuhl gegen eine strategische Rolle einzutauschen, könnte für viele überraschend sein. Doch für Klopp bedeutet dies eine neue Herausforderung, bei der er seine Leidenschaft für den Fußball und seine Expertise in der Entwicklung von Talenten und Strategien einbringen kann. Es bleibt abzuwarten, wie sich seine Vision im globalen Fußball unter dem Banner von Red Bull entfalten wird.
Für weitere Informationen über Klopps Karriere und seine neue Rolle, besuchen Sie die vollständigen Artikel auf Tips, Salzburg24 und Bundesliga.com.