Heute ist der 19.02.2026 und in Salzburg tut sich Spannendes im Bereich der Life Sciences. Die Stadt hat große Pläne, um sich als führender Standort für diese zukunftsträchtige Branche zu etablieren. Ein neuer Masterplan soll nicht nur die Sichtbarkeit Salzburgs erhöhen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen fördern. Dabei wird besonders auf Exzellenz, gesellschaftliche Relevanz und Qualitätssicherung bei Förderungen geachtet. Bund und Land haben erkannt, dass es Entwicklungs- und Finanzierungsbedarf gibt, um Salzburg international im Life-Sciences-Sektor zu positionieren. Dazu setzen die Verantwortlichen auf eine stärkere Vernetzung, Ressourcenkonzentration und interuniversitäre Kooperation.
Der zentrale Akteur in diesem Vorhaben ist die Paris-Lodron-Universität Salzburg (PLUS), die eine Schlüsselfunktion im Masterplan einnimmt. Im April 2022 wurde der Prozess „Life-Sciences-Standort Salzburg: closer cooperation PMU-PLUS-Uniklinikum“ ins Leben gerufen. Experten aus dem In- und Ausland haben an der Erarbeitung des Masterplans mitgewirkt, der ein interuniversitäres Standort- und Kooperationsmodell mit dem Anspruch auf Exzellenz und Interdisziplinarität vorsieht. Geplant ist zudem das „Life Sciences Center Salzburg“, das die Säulen Lehre, Forschung und Innovation vereint.
Forschungsschwerpunkte und Translationszentren
Ein wichtiger Bestandteil dieser Initiative sind die geplanten Translationszentren, die unter anderem in der Krebsforschung und Immunologie, Neurowissenschaften sowie der regenerativen Medizin aktiv werden sollen. Das Ziel dieser Zentren ist es, klinische Misserfolge zu reduzieren und die Entwicklungszeiten in der Onkologie zu verkürzen. Zudem wird die Stärkung der digitalen Medizin, Rehabilitation, Prävention, Pflege und Public Health durch ein Research-Kolleg angestrebt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung innovativer, zukunftsorientierter Studienangebote, was im Projekt „Gesundheitsberufe 2040“ konkretisiert wird.
Im Rahmen des „Life Sciences Center Salzburg“ werden 15 Millionen Euro investiert, wobei Bund und Land Salzburg je 7,5 Millionen Euro beitragen. Der Aufbau des Zentrums soll zwischen 2025 und 2027 erfolgen. Die Kooperation zwischen der Universität Salzburg, der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) und dem Uniklinikum Salzburg (SALK) wird dabei von zentraler Bedeutung sein. Gemeinsam sollen neue Ausbildungsprogramme, Doktoratsangebote und praxisnahe Qualifizierungsmaßnahmen entwickelt werden, um die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Diagnosen und Therapien zu beschleunigen.
Wirtschaftliche Relevanz und Zukunftsperspektiven
Salzburg wartet mit rund 40 Life-Science-Unternehmen auf, die über 3.000 Beschäftigte zählen und einen jährlichen Umsatz von etwa einer Milliarde Euro generieren. Das geplante Life Sciences Center wird nicht nur die Ausbildung und Forschung stärken, sondern auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen. Die Präsentation des Projekts fand am 18. Februar 2026 im Unipark Nonntal statt, wo unter anderem die Landesrätin Daniela Gutschi, die Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner und Walter Haas, Geschäftsführer von Innovation Salzburg, anwesend waren.
Die Entwicklungen in Salzburg zeigen, dass die Stadt bereit ist, im Bereich der Life Sciences eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Mit einem klaren Fokus auf Exzellenz und Innovation wird man sich nicht nur national, sondern auch international positionieren. Diese Bestrebungen sind nicht zuletzt auch eine Antwort auf die Herausforderungen des Gesundheitssektors und die zunehmenden Anforderungen an moderne Ausbildungsformate. Salzburg könnte somit zu einem Hotspot für Forschung und Anwendung im Bereich der Lebenswissenschaften werden und gleichzeitig neue Perspektiven für die lokale Wirtschaft eröffnen.
Für weiterführende Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Life Sciences in Salzburg, besuchen Sie bitte die Quelle und die zweite Quelle.