In Hallein zeigt ein bemerkenswertes Freiwilligenprojekt, wie Menschen über Konfessionen hinweg miteinander verbunden werden können. Das Projekt DALETE – DasLebenTeilen, das 2022 von der evangelischen Pfarrgemeinde Hallein ins Leben gerufen wurde, startete Anfang 2023 und hat sich schnell zu einem wichtigen sozialen Treffpunkt in der Region entwickelt. Es unterstützt Menschen, die Hilfe benötigen, und fördert gleichzeitig das freiwillige Engagement in der Gemeinschaft. Die ökumenische Zusammenarbeit zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche in Hallein ist ein weiterer Schritt, um diese wertvolle Arbeit zu stärken und ein Netzwerk der Unterstützung zu schaffen.

Die neue Projektkoordinatorin, Lisa Ertl, die 2025 die Leitung übernahm, bringt bereits Erfahrung aus sozialen Projekten mit, darunter ein Community-Nursing-Projekt in Hallein. Sie und ihr Team von ehrenamtlichen Koordinatorinnen sind lokale Ansprechpartnerinnen, die sicherstellen, dass die Freiwilligen gut vorbereitet und begleitet werden, um den Menschen im Alltag zu helfen – sei es durch Spaziergänge, Hausaufgabenhilfe oder Begleitungen zu Terminen. Der Bedarf an Freiwilligen ist insbesondere während der Sommerferien und rund um Weihnachten groß.

Finanzierung und Herausforderungen

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch Förderungen von Gemeinden, Beiträge der Kirchen, Förderprogramme, Spenden und Benefizveranstaltungen. Dennoch bleibt die finanzielle Situation herausfordernd, da viele Menschen lieber direkt für konkrete Hilfsfälle spenden. Trotz dieser Schwierigkeiten hat sich DALETE als wertvolles Angebot etabliert, das Begegnungen fördert und gegenseitige Hilfe in Hallein ermöglicht.

Das Engagement der Kirchen in Deutschland ist weitreichend. Mit rund 43 Millionen Mitgliedern sind die evangelische und die katholische Kirche die mitgliederstärksten Institutionen im Land. Über 1,3 Millionen Menschen arbeiten in kirchlichen Wohlfahrtsverbänden wie Diakonie und Caritas. Zudem sind 4,9 Millionen Menschen, was 6,8 % der Bevölkerung über 14 Jahre entspricht, im kirchlichen oder religiösen Bereich ehrenamtlich aktiv. Dieses Engagement erstreckt sich über zahlreiche Handlungsfelder, nicht nur die Wohlfahrtspflege, sondern auch soziale Arbeit, Integration von Migranten und Umweltschutz.

Gemeinsam stark für die Gesellschaft

Die Kirchen bieten nicht nur Resonanzräume für Glauben, Hoffnung und Liebe, sondern engagieren sich auch aktiv für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Ihre Gemeinschaften sind Anlaufstellen, besonders in strukturschwachen Gegenden, und sie arbeiten eng mit anderen Religionen und säkularen Akteuren zusammen. Ein Positionspapier des „Ökumenischen Arbeitskreises Engagement und Ehrenamt“ hebt hervor, dass Ehrenamtliche verlässliche Strukturen und professionelle Begleitung benötigen, um ihre wertvolle Arbeit leisten zu können.

Die Kirchen sind nicht nur Träger ehrenamtlichen Engagements, sondern auch wichtige Partner des Staates bei der Entwicklung einer Engagementstrategie. Die Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement ist entscheidend, um die Vielfalt pluraler Gesellschaften abzubilden und die demokratische Gesellschaft zu stärken. Daher ist es wichtig, dass die Förderpolitik von Bund und Ländern von projektbezogener zu längerfristiger Strukturförderung übergeht und die Selbstorganisation der Zivilgesellschaft respektiert wird.

In Hallein zeigt sich, wie wichtig solche Initiativen sind. Das Projekt DALETE – DasLebenTeilen ist ein Beispiel dafür, wie Glauben und Gemeinschaft zusammenwirken können, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen und eine solidarische Gesellschaft zu fördern. Für weitere Informationen über dieses Projekt und die Möglichkeiten des Engagements, besuchen Sie bitte die [Quelle](MeinBezirk).