Die Unterstützung für Kinder in belasteten Familien der Region hat einen neuen Antrieb erhalten. Im Rahmen des Projekts „Gemeinsam wachsen“, das vom Verein JoJo ins Leben gerufen wurde, erhalten Kinder aus psychisch belasteten Familien die dringend benötigte Stabilität und Unbeschwertheit. Laut meinbezirk.at zeigt sich, dass die Anzahl der Familien, die ohne Unterstützungssystem dastehen, in den letzten Jahren angestiegen ist, was Heidemarie Eher, Geschäftsführerin des Vereins, besorgt. Sie betont den Rückgang von Großfamilien, was viele Eltern in eine ungewollte Isolation führt.

Das Projekt „Gemeinsam wachsen“ setzt auf ehrenamtliche Pat*innen, die als Bezugspersonen agieren. Diese Freiwilligen verbringen einmal pro Woche drei bis vier Stunden mit den Kindern, um durch gemeinsame Aktivitäten wie Spielen, Basteln und Ausflüge in den Spielplatz oder ins Museum positive Erlebnisse zu schaffen. Die Zielgruppe umfasst Kinder von Babys bis zu zwölf Jahren. Eine stabile Bezugsperson kann dabei eine wertvolle Rolle für die psychische Stabilität der Kleinsten spielen.

Aktuelle Situation und Bedarf

Zusätzlich wird durch die Stiftung Achtung! Kinderseele darauf hingewiesen, dass psychische Probleme unter Kindern und Jugendlichen oft zu spät erkannt werden oder aus Scham tabuisiert werden. Laut deren Informationen erhalten lediglich 5 bis 10 Prozent der betroffenen Kinder die professionelle Hilfe, die sie benötigen. Es wird betont, wie wichtig Prävention und Früherkennung sind, um rechtzeitig handeln zu können.

Das Engagement der Freiwilligen

Das Projekt „Gemeinsam wachsen“ leistet mit seinen Patenschaften einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und Entwicklung der Kinder. „Wichtig ist, dass diese Kindern die Möglichkeit haben, sich in einem stabilen Umfeld zu entfalten. Ehrenamtliche Pat*innen bieten nicht nur Freizeitaktivitäten, sondern auch emotionale Unterstützung, die für viele Kinder unbezahlbar ist“, erklärt der Verein auf seiner Webseite.

Mit dem kontinuierlichen Engagement der Freiwilligen besteht die Chance, betroffenen Familien einen Ausweg aus ihrer Belastung zu bieten und das Thema psychische Gesundheit auch in der Gesellschaft nicht mehr wie ein Tabu zu behandeln. Ein gutes Beispiel dafür, wie viel Einfluss und Veränderung ein persönlicher Kontakt haben kann!