In der Region Perg gibt es ermutigende Neuigkeiten über Inklusion am Arbeitsmarkt. Ashkin Jajov, 28 Jahre alt, hat den Schritt gewagt und von der Lebenshilfe-Werkstätte Oberösterreich in ein reguläres Arbeitsverhältnis gewechselt. Seit 2015 war der junge Mann in der Lebenshilfe-Werkstätte Perg beschäftigt, wo er in der Grünraumpflege tätig war und über zwei Jahre den Hausmeister im Seniorium Perg unterstützte. Die positive Rückmeldung seiner Kollegen hat sein Selbstvertrauen gestärkt und ihm schließlich den Weg in die reguläre Arbeitswelt geebnet. Meinbezirk.at berichtet, dass …
Dank der integrativen Beschäftigung, die als Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt dient, konnte Jajov eine Probezeit bei der Firma Wegschaider in Steyregg absolvieren. Nach erfolgreichem Abschluss erhielt er einen Kooperationsvertrag und schließlich einen regulären Arbeitsvertrag. Die Inklusions-Servicestelle des Landes OÖ in Linz begleitete diesen Übergang und stellte sicher, dass alles reibungslos verlief.
Der Weg zur Selbstständigkeit
Jajov ist nun eigenständig in der Firma tätig und bedient Maschinen, hilft beim Fleisch panieren und beim Reinigen von Transportbehältern. Besonders erfreulich ist, dass er gut ins Team integriert ist und von seinen Kollegen viel Unterstützung erhält. Der junge Mann hat große Pläne: Er arbeitet am Erwerb seines Führerscheins und möchte sich auch den Traum eines eigenen Autos und einer eigenen Wohnung erfüllen. Seine Geschichte zeigt, wie wichtig Motivation und Unterstützung für eine erfolgreiche Inklusion am Arbeitsmarkt sind.
Inklusion ist kein Einzelfall und betrifft viele Menschen mit Beeinträchtigung. Laut der Lebenshilfe Oberösterreich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in regulären Arbeitsverhältnissen Fuß fassen können. Lebenshilfe-Geschäftsführer Mag. Gerhard Scheinast hebt die Bedeutung der integrativen Beschäftigung hervor. Diese ermöglicht Beschäftigung außerhalb der Werkstätten, wobei die Menschen bei der Lebenshilfe versichert bleiben und Unternehmen gleichzeitig von engagierten Mitarbeitenden profitieren können. ooe.lebenshilfe.org berichtet, dass …
Erfolgreiche Beispiele in der Praxis
<pIn Oberösterreich sind mittlerweile rund 400 Personen bei über 100 Kooperationspartnern der Lebenshilfe beschäftigt. In Vöcklabruck allein arbeiten etwa 50 Personen bei 20 Unternehmen, darunter auch bekannte Namen wie Spar und Stadt Vöcklabruck. Die integrative Beschäftigung reicht von halbtägigen bis zu vollzeitäquivalenten Einsätzen und wird individuell zwischen Unternehmen und Lebenshilfe vereinbart.
Besonders positive Beispiele kommen von der Jet-Tankstelle in Timelkam und Möbelix in Vöcklabruck, die beide über erfolgreiche Kooperationen mit der Lebenshilfe berichten. Mitarbeiter wie Jürgen Lebersorger haben das Arbeitsklima in ihrer Umgebung merklich verbessert. Diese positiven Geschichten unterstreichen die Win-Win-Situation für Unternehmen und Beschäftigte. Die Bundeszentrale für politische Bildung informiert darüber, dass …
Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben ist nicht nur gesellschaftlich wichtig, sondern auch entscheidend für die individuelle Selbstbestimmung und soziale Teilhabe. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Staaten zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Dennoch sind viele Herausforderungen zu bewältigen. Oft stehen Stigmatisierung, psychische Belastungen oder Mobilitätseinschränkungen im Weg.
Abschließend lässt sich sagen, dass Initiativen wie die von Ashkin Jajov und anderen Beschäftigten in Oberösterreich zeigen, wie Inklusion gelingen kann – mit der richtigen Unterstützung und einem integrativen Ansatz. Unternehmen, die ebenfalls einen Beitrag zur Inklusion leisten möchten, sind aufgerufen, sich bei der Lebenshilfe Oberösterreich zu melden und die vielfältigen Möglichkeiten auszuprobieren.