Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, kam es in den Gebirgsgauen Salzburgs zu einer Serie von Lawinenabgängen, die die Bergrettung auf Trab hielten. Glücklicherweise blieb es dabei, dass niemand verschüttet wurde, was Experten als wahres Wunder einstufen. In den betroffenen Gebieten, darunter die Hohe Tauern, Lungau, Flachau, Graukogel und Rauris, mussten die Bergrettungsstellen Bad Gastein und Rauris mit Hubschraubern und Hundestaffeln im Einsatz sein, um die Situation zu bewältigen. Besonders in Rauris war ein Großeinsatz mit 25 Bergrettern und Alpinpolizei notwendig, um einen 300 Meter langen Lawinenkegel zu sondieren. Entwarnung gab es schließlich in Rauris: Es wurden keine Verschütteten gemeldet.

Die Lawinengefahr in Salzburg ist derzeit sehr hoch. Die Kombination aus Neuschnee und starkem Wind hat die Störanfälligkeit der Schneedecke erhöht, was bedeutet, dass bereits eine einzige Person eine Lawine auslösen kann, oft aus der Distanz. Kritisch wird es vor allem oberhalb von 2.000 Metern an Hängen von Nordwest über Nord bis Ost. Die Meldungen über „Wumm-Geräusche“ im Gelände bestätigen, dass der Aufbau der Schneedecke instabil ist. Experten warnen vor der zweithöchsten Lawinenwarnstufe, was die Situation für Tourengeher und Variantenfahrer besonders gefährlich macht.

Die Lawinengefahr verstehen

Die Lawinenwarnstufen reichen von 1 „gering“ bis 5 „sehr groß“. Stufe 3, die als „erheblich“ bezeichnet wird, ist besonders kritisch, da sie oft unterschätzt wird und die meisten Unfälle dort passieren. Aktuelle Informationen über die Lawinengefahr in Salzburg werden täglich um 17 Uhr veröffentlicht, was für Wintersportler eine essentielle Informationsquelle darstellt. Der Lawinenlagebericht beantwortet die zentralen Fragen zur Gefahrengröße, gefährlichen Gebieten und zur Art des Lawinenproblems. Bei Hängen über 30 Grad kann eine Lawine abgehen; kritische Hänge sind oft durch das Ausweichen auf Kehren oder Kurven erkennbar.

Für das Skifahren im freien Gelände ist eine vollständige Lawinen-Notfallausrüstung notwendig, zu der ein LVS-Gerät, eine Sonde und eine Schaufel gehören. Der Umgang mit dieser Ausrüstung sollte geübt werden, weshalb viele Skigebiete entsprechende Lawinenkurse anbieten. Zudem wird empfohlen, stets auf amtliche Warnungen zu achten und lokale Sperrungen zu respektieren. Auch die fünf Faustregeln von Lawinenspezialisten wie Stefan Winter sollten im Hinterkopf behalten werden: Spuren anderer im Gelände sind keine Sicherheitsgarantie, und im Zweifel sollte man mit einem Guide ins Gelände gehen.

Ein Blick auf die langfristigen Gefahren

Die Gefahren von Lawinen im freien Gelände sind nicht nur ein kurzfristiges Problem. Der Klimawandel beeinflusst Permafrost und Gletscher, was die Gefahr von Bergstürzen erhöht. Lawinen entstehen durch eine Kombination von Faktoren wie Schneedeckenaufbau, Wind, Temperatur und Exposition. Frisch gefallener Pulverschnee bis 30 cm ohne Wind gilt als relativ sicher, wird jedoch kritisch, wenn Wind den Schnee verfrachtet und Triebschnee bildet, der schlecht mit der Altschneedecke verbunden ist. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich über die Gefahren im Bilde zu halten und verantwortungsvoll zu handeln.

Für weitere Informationen zu diesem Thema und zu den aktuellen Entwicklungen in Salzburg können Interessierte die Berichterstattung auf Salzburg24 und ORF Salzburg verfolgen. Die Sicherheit im Schnee sollte immer an erster Stelle stehen, um das wunderbare Bergland auch weiterhin genießen zu können.