Bad Gastein, das malerische Städtchen in den Alpen, zieht nicht nur Touristen, sondern auch neue Bewohner an. So zieht der zwölfjährige Karli mit seinen Eltern, die sich den Traum eines eigenen Hotels erfüllen, nach Bad Gastein. Die Renovierung des ehemaligen Grandhotels ist ein großes Unterfangen, das während der gesamten Sommerferien in Anspruch nimmt. Karli, neugierig und abenteuerlustig, entdeckt bei seinen Erkundungen einen alten Aufzug, der ihn auf eine seltsame Mezzanine-Ebene führt. Diese Ebene ist ein faszinierendes Relikt aus dem Jahr 1938, wo das Hotel in vollem Betrieb und lebendig erscheint. Mehr Informationen dazu finden Sie in dieser Quelle.
Bad Gastein hat eine Bevölkerung von 3.961 Menschen und liegt auf einer Höhe von 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Diese Stadt wird oft als „Monte Carlo der Alpen“ bezeichnet und hat eine bemerkenswerte Geschichte, die mit Mythen und Legenden über die heilenden Kräfte des Wasserfalls verbunden ist. Im Mittelalter wurden einfache Holzbadewannen genutzt, um die Thermalquellen zu genießen, die auch heute noch eine große Anziehungskraft ausüben. Bad Gastein verfügt über 19 Thermalquellen mit einer Temperatur von 46 °C, die reich an Mineralien, insbesondere Radon, sind. Täglich fließen etwa 5 Millionen Liter Thermalwasser, das auch im nahegelegenen Bad Hofgastein genutzt wird. Die Thermalquellen zogen bereits im 14. und 15. Jahrhundert Adelige an, während der Bergbau von Gold und Silber zu Wohlstand führte. Für eine ausführliche Geschichte lesen Sie bitte hier weiter.
Die Entwicklung des Tourismus
Die touristische Entwicklung von Bad Gastein nahm während der kaiserlichen Zeit Fahrt auf, als größere Unterkünfte gebaut wurden, um die Besucher zu beherbergen. 1840 wurde das ehemalige Gasthaus neben dem Wasserfall in das Grandhotel Straubinger umgewandelt. Die Fertigstellung einer Zugverbindung von Wien nach Bad Gastein im Jahr 1905 trug weiter zur Belebung des Tourismus bei. Das Grand Hotel del Europe, eröffnet in den frühen 1900er Jahren, war das modernste Hotel im österreichisch-ungarischen Reich und zog Berühmtheiten wie Edward Henry Harriman und den Schah von Persien an. In den 1950er und 60er Jahren erlebte Bad Gastein einen weiteren Aufschwung, insbesondere nach der Wiedereröffnung des Grand Hotels del Europe, das heute als Apartmenthaus genutzt wird.
Die Region hat sich seitdem stark verändert, doch die Bemühungen, Bad Gastein als ganzjähriges Ziel zu fördern, sind in vollem Gange. Der Fokus liegt auf Natur, Gesundheit, Sport, Kultur und Kunst. Künstler aus Deutschland haben die Stadt besucht und ihre Werke präsentiert, was zur kulturellen Vielfalt beiträgt.
Historische Wurzeln und Sehenswürdigkeiten
Die Geschichte von Bad Gastein reicht weit zurück. Im Gasteiner Museum befinden sich Steinbeile aus der jüngeren Steinzeit, die von Jägern stammen könnten. Zur Römerzeit war das Gasteinertal unbesiedelt, aber Handelswege führten über den Tauernhauptkamm, von denen heute noch Reste sichtbar sind. Um 700 n. Chr. siedelten die ersten Siedler, und die ersten Badegäste reisten um die Jahrtausendwende nach Gastein. Kaiser Friedrich III. war 1436 der erste berühmte Kurgast. Die Zeit der Kaiserbesuche führte zu einem Aufschwung des Ortes, der sich vom Wildbad zum Weltbad entwickelte.
Ein weiteres Highlight ist der Heilstollen, ein Tunnel mit heißem Naturdampf, der in den 1940er und 50er Jahren für seine heilenden Eigenschaften bekannt wurde. Die Region bietet heute nicht nur historische Stadtführungen, die jeden Mittwoch um 15:30 Uhr stattfinden, sondern auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für Natur- und Sportbegeisterte. Das Hotel Straubinger wird derzeit renoviert und soll bis 2023 in ein 4- oder 5-Sterne-Hotel umgewandelt werden.
Die faszinierende Geschichte von Bad Gastein und die lebendigen Erinnerungen, die Karli bei seinen Abenteuern sammelt, machen die Stadt zu einem einzigartigen Ort, der Tradition und Moderne miteinander verbindet.






