In der malerischen Kulisse von Bad Gastein wird bald ein Film auf die Leinwand kommen, der nicht nur unterhält, sondern auch eine wichtige Botschaft trägt. „Das geheime Stockwerk“, unter der Regie von Norbert Lechner, erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Karli, der mit seiner Familie ein Hotel in den Alpen eröffnet. Dabei entdeckt er einen historischen Lastenlift, der ihn ins Jahr 1938 versetzt. Dort freundet er sich mit dem jüdischen Mädchen Hannah und dem Schuhputzerbuben Georg an, und gemeinsam versuchen sie, den Herausforderungen der Vergangenheit zu begegnen. Der Film wird ab Mitte März 2026 in den Kinos gezeigt, mit der Premiere am 15. März im Das Kino in Salzburg, wo auch Max Reinwald und Ben Winkler anwesend sein werden. Max, der in der Rolle des Georg auftritt, wurde aus 300 bis 400 Kindern für diese Hauptrolle gecastet und hat für seine Darbietung bereits die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller erhalten.

Die Dreharbeiten fanden in Deutschland, Luxemburg und Österreich statt, insbesondere am Semmering und im Grand Hotel de l’Europe, wo die Geschichte spielt. Der Film hat ein Budget von rund fünf Millionen Euro, unterstützt durch Gelder aus den drei Ländern sowie 50.000 Euro aus der Wirtschaftsförderung des Landes Salzburg. Die beiden Drehbuchautorinnen Katrin Milhahn und Antonia Rothe-Liermann haben es geschafft, eine kreative und kindgerechte Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalsozialismus zu entwickeln. Dies wurde auch von der Kinderjury beim Festival Goldener Spatz honoriert, wo der Film als bester Spielfilm ausgezeichnet wurde.

Ein Blick auf die Hintergründe

Die Thematik des Holocaust ist besonders relevant, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Umfragen, die Wissenslücken bei jungen Menschen aufzeigen. Laut einer Umfrage der Jewish Claims Conference wissen viele Jugendliche nicht, dass sechs Millionen Jüdinnen und Juden während des Zweiten Weltkriegs getötet wurden. Diese Fakten verdeutlichen, wie wichtig es ist, bereits in jungen Jahren für das Thema zu sensibilisieren. Der Film „Das geheime Stockwerk“ zielt darauf ab, Kinder mit der Geschichte vertraut zu machen, ohne sie mit brutalen Bildern zu konfrontieren.

Die Altersfreigabe ab 8 Jahren macht den Film für ein jüngeres Publikum zugänglich und bietet eine wertvolle Gelegenheit, mit Kindern über die Vergangenheit zu sprechen. Lehrpläne in Deutschland behandeln das Thema Holocaust oft erst ab der 9. Klasse, obwohl Kinder und Jugendliche häufig schon früher Fragen dazu stellen. „Das geheime Stockwerk“ könnte somit eine wichtige Bildungsressource darstellen, um das Verständnis und das Bewusstsein für diese zentrale Episode der Geschichte zu fördern.

Filmische Auszeichnungen und Relevanz

Der Film hat bereits mehrere Auszeichnungen gewonnen, darunter den Publikumspreis beim Kinderfilmfestival Wien 2025 sowie den Preis der Kinderjury beim Kinderfilmfestival Zlin 2025. Diese Anerkennungen unterstreichen die Qualität des Films und seine Fähigkeit, ein jüngeres Publikum anzusprechen. Die Jurybegründungen lobten insbesondere die gelungene Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit sowie die ansprechende Musik und die schauspielerischen Leistungen.

In einer Zeit, in der die Erinnerungsarbeit an den Holocaust immer wichtiger wird, könnte „Das geheime Stockwerk“ einen wertvollen Beitrag leisten. Es ist eine Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und die Zuschauer dazu ermutigt, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Für weitere Informationen über den Film können Interessierte die [offizielle Seite](https://www.polyfilm.at/film/das-geheime-stockwerk/) besuchen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass „Das geheime Stockwerk“ nicht nur ein Film ist, sondern ein wichtiges pädagogisches Werkzeug, das in Schulen und Familien zur Diskussion über die Vergangenheit anregen kann. In Anbetracht der aktuellen Wissenslücken über den Holocaust ist ein solcher Film von unschätzbarem Wert und zeigt uns die Bedeutung der Aufarbeitung der Geschichte.