Es war ein unerwarteter Fang, der die Anglergemeinschaft am Bodensee in Aufregung versetzte: Fischer Franz Blum aus Vorarlberg zog einen beeindruckenden 260 cm langen Wels aus den Tiefen des Sees. Dieser Fang ereignete sich vor dem offiziellen Saisonstart im Mai und stellte sich als wahrhaftige Herausforderung heraus, die Blum in einem 20-minütigen Kampf meisterte. Der gefangene Wels wog stolze 109 kg und war das schwerste Exemplar, das Blum jemals gefangen hat. Besonders bemerkenswert ist, dass der Kopf des Fisches über 21 kg wog, was die Dimensionen dieses Riesen noch eindrucksvoller macht. Die gesamte Geschichte rund um diesen Fang ist nicht nur spannend, sondern auch lehrreich für alle Fischliebhaber und -enthusiasten.

Die Fischerei von Franz Blum hat eine lange Tradition, die bis in die 1920er-Jahre zurückreicht. Seit 2005 führt er den Familienbetrieb, der nicht nur auf die Fischerei spezialisiert ist, sondern auch ein Fischrestaurant betreibt, in dem Wels auf der Speisekarte steht. Interessanterweise hat Blum bereits Erfahrung im Fang großer Welse und besitzt in seinem Restaurant den größten präparierten Fisch Europas. Dieses Wissen und die Leidenschaft für die Fischerei spiegeln sich in der Qualität der Speisen wider, die er seinen Gästen anbietet.

Die Biologie des Welses und seine Lebensbedingungen

Der gefangene Wels wurde als „Jungspund“ geschätzt, was bedeutet, dass er etwa 45 Jahre alt ist. Welse zeichnen sich durch ein unbestimmtes Wachstum aus und können theoretisch bis zu 80 Jahre alt werden und bis zu drei Meter lang wachsen. Fischer Blum hat beobachtet, dass die steigenden Wassertemperaturen im Bodensee das Wachstum der Fische fördern könnten, was die Fangaussichten in der Region potenziell verbessert. Welse sind nicht nur faszinierende Geschöpfe, sie sind auch geschätzte Speisefische. Ihr Fleisch gilt unter Fischliebhabern als wohlschmeckend, mit wenig Gräten und fester Konsistenz. Nach der Säuberung blieben von den 109 kg Fisch etwa 30-35% als verzehrbares Fleisch übrig.

Die Rückkehr des Welses in der Region ist auch ein Zeichen für die ökologische Gesundheit des Bodensees. Die Balance zwischen Fischerei und Naturschutz ist dabei von großer Bedeutung, und es ist wichtig, die Bestände nachhaltig zu bewirtschaften. Dies ist nicht nur für die Angler von Bedeutung, sondern auch für die gesamte Umgebung und die Lebensqualität der Menschen, die am Bodensee leben.

Fischerei in der heutigen Zeit

In der Schweiz, wo die Fischerei ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, sind viele Aspekte der Fischzucht und Jagd statistisch erfasst und analysiert. Laut Bundesamt für Statistik spielen sowohl Umweltbedingungen als auch die Fischereirechtslage eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der Fischbestände. Die Erhaltung der natürlichen Lebensräume ist essenziell, um auch in Zukunft große Exemplare wie den Wels im Bodensee vorzufinden.

Franz Blums Fang ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Beispiel für die wertvolle Verbindung zwischen Mensch und Natur. Die Faszination für das Angeln und die Freude an nachhaltiger Fischerei werden weiterhin viele Generationen begleiten, und mit jedem großen Fang wird die Tradition lebendig gehalten.