Heute ist der 25.02.2026 und die Geschichte, die wir Ihnen heute erzählen, kommt aus den tiefen Gewässern des Bodensees. Hier hat der Berufsfischer Franz Blum aus Fußach, Österreich, einen Wels gefangen, der mit 260 cm Länge und 109 kg Gewicht nicht nur beeindruckt, sondern auch den Titel als schwerster Fisch seiner Karriere trägt. Blum schätzt das Alter dieses „brutalen Torpedos“ auf etwa 45 Jahre, wobei Welse grundsätzlich bis zu 80 Jahre alt werden können. Dieser Fang ereignete sich in der Nähe der Rheinmündung und stellte für Blum einen 20-minütigen Kampf dar, der seine gesamte Kraft und Geschicklichkeit erforderte. Dass Welse im Bodensee über keine natürlichen Feinde verfügen und sich mit einer Vielzahl von Tieren ernähren, macht sie zu dominanten Räubern im Ökosystem des Sees.
Der gefangene Wels hat eine beeindruckende Größe, die in den letzten Jahren zu den größten Welsen zählt, die im Bodensee gefangen wurden. Welse sind die größten Süßwasser-Raubfische Europas und können theoretisch sogar über 3 Meter lang werden. Die Bedingungen im Bodensee scheinen sich zu verändern, da Franz Blum erwartet, dass die Welse in den kommenden Jahren noch größer werden könnten, bedingt durch die immer milder werdenden Winter. Es ist bekannt, dass Welse weniger fressen, wenn die Wassertemperatur unter 8 Grad sinkt, was ihnen in kälteren Monaten das Wachstum erschwert. Doch mit den steigenden Temperaturen könnte dies in Zukunft anders aussehen.
Ein Meisterwerk der Natur und des Handwerks
Blums Wels wurde filetiert und verkauft, und das Fleisch gilt als wohlschmeckend und von fester, weißer Konsistenz, oft mit Kalbfleisch verglichen. Diese kulinarischen Eigenschaften sind ein weiterer Grund, warum Welse in der Gastronomie geschätzt werden. Blum führt die Fischerei in dritter Generation und betreibt zusätzlich ein Fischrestaurant, in dem auch Wels auf der Speisekarte steht. In seinem Restaurant befindet sich zudem der größte präparierte Fisch Europas, ein Zeugnis seiner Erfahrung im Fang großer Welse.
In den letzten Jahren wurden rekordverdächtige Welse überwiegend in Gewässern wie dem Po in Italien oder dem Ebro in Spanien gefangen. Doch Blums beeindruckender Fang zeigt, dass auch der Bodensee ein vielversprechender Ort für das Fangen dieser Giganten ist. Der aktuelle Weltrekord für Welse liegt bei 2,92 Metern, gefangen von Krzysztof Pyra und Adrian Gontarz im Rybnik-Stausee in Polen. Blums Wels, der schwerste, den er je gefangen hat, hat das Potenzial, auch im internationalen Vergleich aufzufallen.
Die Zukunft der Welse im Bodensee
Franz Blum ist optimistisch, dass die Bedingungen im Bodensee weiterhin förderlich für das Wachstum von Rekord-Welsen sein werden. Die steigenden Wassertemperaturen könnten dazu beitragen, dass diese beeindruckenden Fische in Zukunft noch größer werden. Angesichts der Tatsache, dass Welse keine natürlichen Feinde im Bodensee haben, ist es durchaus möglich, dass wir in den kommenden Jahren noch von weiteren spektakulären Fängen hören werden.
Für Blum war dieser Fang nicht nur ein beruflicher Erfolg, sondern auch ein faszinierendes Erlebnis in seiner langen Karriere als Fischer. So bleibt der Bodensee nicht nur ein wunderschöner Ort für Erholungssuchende, sondern auch ein spannendes Habitat für eine der größten Süßwasserfischarten Europas. Weitere Informationen zu diesem bemerkenswerten Fang können Sie in dem Artikel von Merkur, Schwäbische und Südkurier nachlesen.