Am Klinikum Wels-Grieskirchen stehen die Zeichen auf Streik. In der sechsten Verhandlungsrunde um Gehalt und Arbeitszeit gab es keine Einigung zwischen der Belegschaft und den Arbeitgebern. Die Mitarbeiter fordern eine Angleichung der Gehälter an die Inflation sowie eine 37-Stunden-Woche. Ursprünglich wurde sogar eine 35-Stunden-Woche gefordert, doch die Arbeitnehmer haben aus Entgegenkommen auf diese Forderung verzichtet. Maximilian Weisz, Ausbilder am Klinikum und Mitglied der Gewerkschaft, kritisiert, dass die Arbeitgeber bislang keine Gegenangebote unterbreitet haben.
Der erste Streik wurde als Warnung angesehen, während der kommende Streik, der am 3. März stattfinden wird, als deutliches Signal wahrgenommen wird. An diesem Tag wird es keinen Normalbetrieb im Klinikum geben, jedoch wird eine Gefährdung der Patienten ausgeschlossen. Interessant ist, dass der Streik von den Arbeitnehmern selbst und nicht von der Gewerkschaft initiiert wurde; rund 80 Prozent der Bediensteten unterstützen die Maßnahme. Team-Delegierte aus allen Bereichen des Krankenhauses sind gewählt worden, um Rückmeldungen zu sammeln und den Streik zu unterstützen. Weitere Informationen zu den Hintergründen und der aktuellen Situation finden Sie in einem Artikel auf meinbezirk.at.
Hintergrund und Bedeutung der Forderungen
Die Forderungen der Beschäftigten sind Teil eines größeren Trends im Gesundheitswesen, der sich in ganz Österreich und darüber hinaus abzeichnet. Die Veränderungen, die im Pflege- und Gesundheitsbereich anstehen, sind nicht zu unterschätzen. Ab Mai 2026 wird es eine Gehaltserhöhung von 2,8 % für TVöD-Beschäftigte im Pflegebereich geben, die für Pflegekräfte in kommunalen Krankenhäusern sowie in Pflege- und Betreuungseinrichtungen gilt. Die neue Entgelttabelle sieht vor, dass Beschäftigte in der Entgeltgruppe P 16 künftig zwischen 5.240,04 Euro (erste Stufe) und 6.937,70 Euro (höchste Stufe) verdienen können.
Zusätzlich wird ab 2026 eine einheitliche Jahressonderzahlung von 85 % für kommunale Arbeitgeber eingeführt. Diese Anpassungen betreffen etwa 1,3 Millionen Beschäftigte bundesweit und sind ein Versuch, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern. Die Entwicklungen im Klinikum Wels sind somit Teil einer breiteren Diskussion über faire Bezahlung und Arbeitszeitregelungen im Gesundheitswesen, die auch in anderen Einrichtungen diskutiert werden. Für weitere Details zu den geplanten Änderungen im Gesundheitsbereich können Sie die Quelle auf merkur.de besuchen.
In der aktuellen Situation ist es entscheidend, dass die Stimmen der Beschäftigten gehört werden. Die Initiativen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen könnten nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen, sondern auch die Qualität der Patientenversorgung nachhaltig beeinflussen. Die kommenden Tage und der bevorstehende Streik werden zeigen, wie die Arbeitgeber auf diese berechtigten Forderungen reagieren werden.