Am vergangenen Wochenende fand im Budocan-Leistungszentrum des Multikraft-Judovereins Wels die Veranstaltung „Welser Legenden“ statt. Im Mittelpunkt des Geschehens stand die Ausnahme-Sportlerin Sabrina Filzmoser, die als Hauptrednerin ein beeindruckendes Show-Programm präsentierte. Organisiert wurde die Veranstaltung von Erwin Angelbauer, vermittelt durch Willi Reizelstorfer, den ehemaligen Judo-Nationaltrainer. Filzmoser, die zweifache Europameisterin, gab den Anwesenden nicht nur spannende Einblicke in ihre sportliche Karriere, sondern auch in ihr persönliches Leben, das sie mit einem Filmvortrag bereicherte.
Die Themen ihres Vortrags waren ebenso vielfältig wie faszinierend: Sie sprach über ihre Besteigung des Mount Everest, eine hochalpine Radtour, ihre Ausbildung zur Hubschrauberpilotin und ihren akademischen Werdegang. Besonders berührend war ihr soziales Engagement, das sich in der „Judoschule für Sherpakinder“ am Everest manifestiert. Unter den Gästen der Veranstaltung fanden sich zahlreiche VIPs aus Wirtschaft, Politik und Kultur, darunter der Musiker Martin Pyrker, der ehemalige Vizebürgermeister Fritz Ganzert sowie der EWW-Vorstandsdirektor Erich Rondonell.
Einblicke in Sabrina Filzmosers Lebenswerk
Sabrina Filzmoser, geboren am 12. Juni 1980 in Wels, Österreich, hat sich nicht nur im Sport einen Namen gemacht. Sie glaubt an die Ethik und die Werte des Sports als Erziehungs- und Bildungsinstrument. Dies zeigt sich auch in ihrem internationalen Entwicklungsprojekt „Everest Judo“, das Schulen, Waisenhäuser und bedürftige Kinder in der Himalaya-Region unterstützt. Ihr Ziel ist es, diesen Kindern den Zugang zu Bildung, ausreichender Nahrung und medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Filzmoser sieht Judo als Antwort auf die Frage nach dem Lebenssinn und als wirksames Mittel gegen die Ausgrenzung junger Menschen.
Im Rahmen ihrer sozialen Projekte betont sie, dass gute Bildung eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen schlägt. „Ohne das Recht auf Bildung verlieren die Werte von Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit ihre Bedeutung“, sagt sie. Die Herausforderungen sind groß, besonders in abgelegenen Gebieten, wo es an Trainingsmaterialien, Dojos und qualifizierten Trainern mangelt. Hier setzt sich Filzmoser weiterhin mit aller Kraft für Unterstützung ein.
Ein Rückblick auf eine beeindruckende Karriere
Die Judo-Karriere von Sabrina Filzmoser begann 1988 und gipfelte in zahlreichen Erfolgen, darunter ihre Graduierung zum 6. Dan (Rokudan) und mehrere Medaillen bei internationalen Wettbewerben. Ihr erster internationaler Erfolg war der Europameistertitel bei den Junioren im Jahr 1998. Über die Jahre sammelte sie zahlreiche Titel und Auszeichnungen, darunter auch die goldene Sportlernadel im Jahr 2021. Nach ihrem Karriereende im Juli 2021 ist sie seit 1. Oktober 2019 bei der Polizei tätig und seit Oktober 2021 Vizepräsidentin des Österreichischen Judoverbandes.
Ein Höhepunkt ihrer Karriere war die Besteigung des Mount Everest im Mai 2022. Im Juli 2023 musste sie jedoch ihre geplante Besteigung des K2 aufgrund einer Lawine abbrechen. Trotz dieser Rückschläge bleibt sie eine inspirierende Persönlichkeit, die sowohl im Sport als auch im sozialen Bereich Großes bewirken möchte.
Ein weiterer bedeutender Anlass wurde während der Veranstaltung angekündigt: Der erste OÖ Lehrlingsball am 27. März im empire St. Martin, ein Fest für junge Talente, das sich langfristig im Veranstaltungskalender für junge Arbeitnehmer in Oberösterreich etablieren möchte. Diese Initiative steht im Einklang mit Filzmosers Überzeugung, dass Bildung und soziale Programme entscheidend für die Zukunft junger Menschen sind.
Wer mehr über die beeindruckenden Leistungen von Sabrina Filzmoser und ihr Engagement erfahren möchte, dem sei die Originalquelle ans Herz gelegt. Weitere spannende Informationen zu ihren Projekten finden sich auch auf Everest Judo sowie auf ihrer Wikipedia-Seite.