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In Wels-Land versammeln sich seit nunmehr vier Jahren Menschen unterschiedlicher Konfessionen in der evangelischen Christuskirche zum Gebet für den Frieden. Diese ökumenischen Treffen, die ihren Ursprung im Ukraine-Krieg fanden, sind mittlerweile ein fester Bestandteil des lokalen Gemeindelebens geworden. Die ersten Gebete wurden Ende Februar 2022 ins Leben gerufen, und obwohl sie anfangs wöchentlich stattfanden, haben sich die Zusammenkünfte inzwischen auf alle zwei Wochen reduziert. Eine kleine Gruppe aus beiden Glaubensrichtungen leitet das Gebet abwechselnd und bietet Raum für Reflexion und Austausch über die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und anderen Konfliktherden.

Pfarrer Roland Werneck, der die Initiative ins Leben rief, bleibt auch aufgrund der anhaltenden Konflikte in anderen Regionen aktiv. Seine Kollegin, Pfarrerin Elisabeth Morgan, hebt hervor, wie wichtig es ist, für den Frieden in Krisengebieten wie dem Sudan, Jemen, Israel und Iran zu beten. Am 27. Februar 2026 wird das Friedensgebet in Wels sein vierjähriges Bestehen feiern. Mehr dazu hier.

Die Bedeutung des Friedensgebets

Das Eingangsgebet in Wels richtet sich an Gott und thematisiert die Bedrohungen des Friedens in unseren Herzen, im Land und zwischen den Völkern. Die militärische Aufrüstung im Osten Europas ist ein zentrales Anliegen, das auch in den Gebeten zur Sprache kommt. In den Grenzregionen zwischen Russland und der Ukraine haben bereits 14.000 Menschen ihr Leben verloren, was die Forderung nach Frieden und Schutz für die Menschen umso dringlicher macht. Die Gebete sind nicht nur Bitten um Frieden, sondern auch um Einsichten und Perspektiven für einen Dialog, der zu einem nachhaltigen Frieden führen kann. Hier erfahren Sie mehr zu den Hintergründen.

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Die Menschen, die sich zum Gebet versammeln, bringen oft ihre Trauer, ihren Zorn und ihre Hilflosigkeit zum Ausdruck. Das Beten für Frieden bietet die Möglichkeit, diese Emotionen in Worte zu fassen und eine Verbindung zu Gott herzustellen. Es gibt Raum für Klage, aber auch für Vertrauen in Gottes Beistand für die Leidenden. Friedensgebete entwickeln sich oft von der Klage hin zu einem Gefühl des Vertrauens und des Mitgefühls für die Opfer von Kriegen und Konflikten.

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Friedensgebete im historischen Kontext

Friedensgebete sind nicht nur ein modernes Phänomen, sondern haben eine lange Tradition. Besonders in der DDR entstanden sie als Reaktion auf die Militarisierung und die Kriege weltweit. Der erste regelmäßige Friedensgebetskreis wurde 1978 in der katholischen Lorenzkirche in Erfurt ins Leben gerufen. Diese Gebete wurden zu Foren des öffentlichen Gesprächs, in denen Bürger ihre Sorgen und Nöte äußern konnten. Sie waren oft die einzigen öffentlichen Räume ohne direkte staatliche Eingriffe. Im Jahr 1989 wurden die wöchentlichen Gottesdienste zum Kristallisationskern großer Massendemonstrationen.
Die Tradition der Friedensgebete lebt bis heute in vielen Gemeinden fort und bleibt eine wichtige Stimme für den Frieden in einer von Konflikten geprägten Welt. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.