Die „Epstein Files“ sorgen weltweit für Aufsehen und bringen nicht nur prominente Namen aus Politik und Wirtschaft ins Spiel, sondern auch lokale Verbindungen bis nach Marchtrenk. Berichte über Ex-Kanzler Sebastian Kurz und österreichische Wissenschaftler, die in den Unterlagen erwähnt werden, werfen Fragen auf und liefern spannende Einblicke in die komplexe Affäre rund um Jeffrey Epstein. Ein österreichischer Wissenschaftler hatte engen Kontakt zu Epstein, was durch verstörende E-Mails belegt wird. So schrieb er in einer Nachricht an Ghislaine Maxwell nach einem Besuch auf Epsteins Privatinsel, dass er froh sei, niemanden getötet zu haben. In einer weiteren E-Mail fragte er Epstein: „Hast du sie gefoltert?“ Solche Inhalte werfen ein schockierendes Licht auf die Verstrickungen, die auch eine Firma aus Marchtrenk betreffen, die in den Unterlagen erwähnt wird, jedoch ohne Schuld zugewiesen zu bekommen. Eine Mitarbeiterin von Epsteins Organisation hatte 2011 bei der Marchtrenker Firma nach einer Dusche für ein Haus in Florida angefragt, woraufhin der Verkäufer sachlich und ausführlich antwortete. Für weitere Informationen über die Hintergründe dieser Enthüllungen kann ein Artikel auf meinbezirk.at konsultiert werden.

Einblicke in die Akten

Die Epstein-Akten enthalten nicht nur Protokolle der Grand Jury aus Gerichtsverfahren gegen Epstein in Florida und New York, sondern auch Akten aus dem Strafverfahren gegen Ghislaine Maxwell. Darüber hinaus gibt es Ermittlungsakten zur Untersuchung von Epsteins Tod in seiner New Yorker Zelle sowie zu einem Verfahren gegen einen ehemaligen Butler Epsteins. Die brisanten Informationen, die in den Akten festgehalten sind, könnten weitreichende Folgen haben, vor allem da Donald Trump während seines Präsidentschaftswahlkampfs 2024 versprochen hat, die Akten vollständig offenzulegen. Er behauptete jedoch später, die Akten enthielten verfälschte Behauptungen von Mitgliedern der Demokratischen Partei.

Am 18. November 2025 verabschiedete das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten den Epstein Files Transparency Act mit 427 Ja-Stimmen und nur einer Nein-Stimme. Der Senat billigte den Vorschlag am 19. November einstimmig, und am gleichen Tag unterschrieb Trump das Gesetz. Trotz dieser Fortschritte veröffentlichte das Justizministerium der Vereinigten Staaten bis zum Stichtag 19. Dezember 2025 nur einen geringen Teil der Akten, was parteiübergreifende Kritik auslöste. Erst am 30. Januar 2026 wurden zusätzlich drei Millionen Seiten Dokumente sowie über 2000 Videos und 180.000 Bilder veröffentlicht.

Prominente Namen und ihre Verstrickungen

In den freigegebenen Akten tauchen zahlreiche prominente Persönlichkeiten auf, darunter Mette-Marit von Norwegen, Andrew Mountbatten-Windsor, Sarah Ferguson, Peter Mandelson, Elon Musk, Donald Trump, Bill Clinton, Hillary Clinton, Howard Lutnick, Bill Gates, Noam Chomsky und Kevin Spacey. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Nennung in den Akten kein Beleg für Fehlverhalten ist. Beispielsweise werden schwere Vorwürfe gegen Trump in den Akten erwähnt, jedoch stammen viele dieser Vorwürfe aus anonymen Hinweisen und konnten nicht verifiziert werden.

Der Ex-Prinz Andrew steht ebenfalls unter Druck, da die Akten belastende Informationen über ihn enthalten, darunter ein Foto, das ihn in kompromittierender Position zeigt. König Charles III. entzog Andrew alle königlichen Titel aufgrund seiner Verbindungen zu Epstein. Clinton wird in den Akten mehrfach erwähnt, jedoch nicht in einem belastenden Zusammenhang. Auch Elon Musk wird in einer E-Mail aus dem Jahr 2012 erwähnt, die sich auf eine mögliche Party auf Epsteins Insel bezieht. Musk betont, dass er nur wenig Kontakt zu Epstein gehabt habe und an Partys nicht teilgenommen habe. Weitere Informationen über die prominenten Namen in den Akten und deren Verbindungen zu Epstein können in einem Artikel auf ZDF Heute nachgelesen werden.

Die Aufklärung der Epstein-Affäre wird von vielen Amerikanern, einschließlich Republikanern, als unzureichend kritisiert. Der Druck auf die Verantwortlichen wächst, und die veröffentlichten Akten könnten noch viele weitere Fragen aufwerfen, während die Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit weitergeht.