In der Region Wels haben kürzlich 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ausbildung zum Rettungssanitäter erfolgreich begonnen. Diese Initiative wird vom Roten Kreuz angeboten und findet erstmals an der Ortsstelle Sattledt statt. In diesem Jahr stehen insgesamt drei Ausbildungskurse auf dem Plan, wobei der Frühjahreskurs am 14. Februar als Wochenendkurs gestartet ist. Die Ausbildung umfasst zwischen 100 und 120 Stunden Theorie und mindestens 160 Stunden Praktikum, wobei letzteres flexibel und individuell gestaltet werden kann. Der theoretische Teil der Ausbildung vermittelt medizinisches Wissen, Erste-Hilfe-Maßnahmen und Notfallmanagement, während das Praktikum den Teilnehmern praktische Erfahrungen im Rettungsdienst bietet. Beide Teile enden mit Prüfungen, die den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung gewährleisten.
Andreas Heinz, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes, betont den sozialen Beitrag, den die Rettungssanitäter für die Gemeinschaft leisten. Die Ausbildung wird fortgeführt, mit einem Sommerkurs, der am 13. Juli beginnt, und einem Herbstkurs, der am 21. September als Abendkurs startet. Dies zeigt, dass die Nachfrage nach qualifizierten Rettungssanitätern in der Region Wels weiterhin hoch ist. Weitere Informationen zu den Kursen finden sich in dem Artikel auf Mein Bezirk.
Der Rettungsdienst in Deutschland
Der Rettungsdienst beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) stellt einen verantwortungsvollen Gesundheitsberuf dar und ist der größte rettungsdienstliche Leistungserbringer in Deutschland. Rund 37.200 angestellte Mitarbeiter und etwa 23.000 Ehrenamtliche engagieren sich tagtäglich im Rettungsdienst. Mit über 5.200 Notarzt-Einsatz-Fahrzeugen sowie Rettungs- und Krankentransportwagen ist das DRK bestens ausgestattet, um täglich etwa 20.000 Einsätze in der Notfallrettung und im Krankentransport zu bewältigen. Die Ausbildung zum Rettungssanitäter erfolgt in den Landesrettungsdienstschulen des DRK und umfasst sowohl theoretische als auch praktische Aspekte, einschließlich Erfahrungen in Kliniken und Lehrrettungswachen.
Die Ausbildungskosten können durch Bildungsgutscheine finanziert werden, und die Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein Hauptschulabschluss, ein gleichwertiger Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Das DRK bietet außerdem zahlreiche Stellenangebote für Rettungssanitäter in ganz Deutschland an. Mitarbeiter profitieren dabei von angenehmen Arbeitsbedingungen und flexiblen Teilzeitmodellen, was das DRK zu einem familienfreundlichen Arbeitgeber macht. Weitere Informationen dazu sind auf der Website des DRK zu finden: DRK.
Ein wachsendes Berufsfeld
Der Bedarf an Fachkräften im Rettungsdienst wird von der Bundesagentur für Arbeit als hoch eingestuft, und Rettungsberufe gelten als Engpassberufe. Laut Statistiken waren im Jahr 2021 rund 85.000 Personen im Rettungsdienst in Deutschland beschäftigt, was einer Steigerung von 71 % innerhalb von zehn Jahren entspricht. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen insgesamt nur um 21 %. Besonders bemerkenswert ist, dass im Jahr 2021 66 % der Beschäftigten im Rettungsdienst männlich waren, während der Frauenanteil auf 34 % gestiegen ist, was eine positive Entwicklung in einem traditionell männlich dominierten Berufsfeld darstellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ausbildung zum Rettungssanitäter nicht nur in der Region Wels, sondern auch deutschlandweit von großer Bedeutung ist. Angesichts der steigenden Zahl an Einsätzen und der wachsenden Nachfrage nach Fachkräften wird es immer wichtiger, qualifizierte Personen auszubilden und in den Rettungsdienst zu integrieren. Für detaillierte Informationen zur Gesundheitspersonalrechnung und zur Entwicklung im Gesundheitswesen können die Datenbanken von GENESIS-Online und das Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes konsultiert werden.