In Vöcklabruck hat der Weltladen kürzlich eine großzügige Spende in Höhe von 35 Kilogramm Bio-Orangen an den Sozialmarkt „Der Korb“ getätigt. Diese Orangen stammen aus fairem Anbau, was die Qualität und die sozialen Bedingungen bei der Produktion unterstreicht. Im Sozialmarkt sind frisches Obst und Gemüse oft Mangelware, was die Bedeutung dieser Spende umso größer macht. Astrid Stürzlinger, die Geschäftsführerin des Sozialmarkts, äußerte sich sehr positiv über die Unterstützung des Weltladens, der bereits seit vielen Jahren regelmäßig mit monatlichen Spenden von 40 Kilogramm Bio-Reis zur Seite steht. Damit zeigt der Weltladen nicht nur ein starkes Engagement für den fairen Handel, sondern leistet auch wertvolle regionale Unterstützung. Weitere Informationen zu dieser Aktion finden Sie in dem Artikel auf tips.at.

Der Weltladen ist bekannt für sein Sortiment an Bio-Südfrüchten, das nun wieder bestellbar ist. Dazu zählen nicht nur die gespendeten Orangen, sondern auch Mandarinen und Zitronen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase im Jahr 2021 wurden im vergangenen Jahr bereits 69 Tonnen dieser Südfrüchte von österreichischen Weltläden verkauft. Dies zeigt, wie wichtig solche Initiativen für den fairen Handel und die lokale Wirtschaft sind. Die Initiative wurde sogar im katalanischen Fernsehen als grenzüberschreitendes Solidarprojekt vorgestellt. Interessierte können die Bio-Südfrüchte im Weltladen bestellen, sei es persönlich, telefonisch unter 02522 / 20 111 oder per E-Mail an info@welteinladen.at. Der erste Bestellschluss für die Auslieferung vor dem Nikolo war am 17.11.2022, und in der kommenden Saison sind sieben neue Bestelltermine vorgesehen.

Fairer Handel und seine Bedeutung

Der faire Handel, wie er durch Initiativen wie den Weltladen gefördert wird, basiert auf Dialog, Transparenz und Respekt. Ziel ist es, mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel zu erreichen und die Handelsbedingungen für benachteiligte Produzenten und Arbeiter, insbesondere in den Ländern des Südens, zu verbessern. Fair-Handels-Organisationen setzen sich aktiv für die Unterstützung von Produzenten ein und fördern das Bewusstsein für die Herausforderungen, denen diese gegenüberstehen. Dabei können Verbraucher durch ihre Kaufentscheidungen einen direkten Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern ausüben.

Die Definition des fairen Handels wurde 2001 im Grundlagenpapier des informellen Arbeitskreises FINE festgelegt, einem Zusammenschluss internationaler Dachverbände des fairen Handels. Diese Organisationen unterstützen Produzenten dabei, sich lokal zu organisieren und nachhaltige wirtschaftliche Strukturen aufzubauen. Somit tragen sie dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen auf lange Sicht zu verbessern. Der Weltladen in Vöcklabruck ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie lokales Engagement und faire Handelspraktiken Hand in Hand gehen können, um positive Veränderungen zu bewirken. Weitere Informationen über die Prinzipien des fairen Handels sind auf der Website des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu finden: bmz.de.