In der idyllischen Region Oberösterreich lebt das junge Paar Julia Koller (25) und Michael Dorfinger (26). Ihre gemeinsame Leidenschaft für den Rettungsdienst hat sie nicht nur als Partner, sondern auch als Kollegen im Roten Kreuz zusammengebracht. Michael absolvierte bereits 2017 seinen Zivildienst beim Roten Kreuz in Niederösterreich. Nach seinem Umzug suchte er nach neuen Kontakten und fand die Ortsstelle Seewalchen des Roten Kreuzes. Julia folgte ihm 2020 zu dieser Institution, ermutigt durch ihre beste Freundin und die Begeisterung ihres Partners.
Wie viele, hatte auch Julia anfängliche Bedenken wegen Nadeln und Blut, doch schnell stellte sie fest, dass ihr die Arbeit sehr viel Spaß macht. Die Ausbildung war für sie herausfordernd, da Michael bereits über mehr Erfahrung verfügte. Dennoch führten offene Gespräche zu einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Etwa einmal pro Woche fahren die beiden gemeinsam Dienst, und in Ausnahmesituationen lernen sie sich dabei noch besser kennen. Julia schätzt die Ruhe, die Michael im Umgang mit Menschen ausstrahlt, während er wiederum ihre Stressreaktionen besser deuten kann. Beide empfinden ein erfüllendes Gefühl, Menschen in Not helfen zu können. Für Michael stellt der Rettungsdienst zudem einen Ausgleich zu seinem Beruf als Eventtechniker dar. Im Roten Kreuz haben sie nicht nur eine sinnvolle Tätigkeit gefunden, sondern auch gute Freunde.
Rettungsdienst als Karriereweg
Die Erfahrungen von Julia und Michael sind nicht einzigartig. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist einer der größten Anbieter von Ausbildungsplätzen in Deutschland und bietet zahlreiche Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in den Bereichen Pflege, Rettungsdienst, Erziehung und Verwaltung an. Auszubildende können sich auf faire Vergütung, eine professionelle Ausstattung und engagierte Kolleginnen und Kollegen freuen. Der Verband setzt sich aktiv für bessere politische Rahmenbedingungen und die Anerkennung von Berufsanfängern ein. Insbesondere wird nach Nachwuchs in verschiedenen Bereichen gesucht, darunter die Ausbildung in der Pflege und zum medizinischen Fachangestellten. Ausbildungsplätze sind in den unterschiedlichen DRK-Gliederungen in ganz Deutschland verfügbar, und aktuelle Stellenangebote sind über das Stellenportal einsehbar.
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter, wie sie auch Julia und Michael durchlaufen haben, bietet eine fundierte Grundlage für die Arbeit im Rettungsdienst. Die Ausbildung umfasst einen Lehrgang von insgesamt 160 Stunden, gefolgt von einem Klinikpraktikum und einem Rettungswachenpraktikum, jeweils ebenfalls von 160 Stunden. Der Abschlusslehrgang, der mindestens 40 Stunden dauert, schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab. Voraussetzungen sind unter anderem eine körperliche und geistige Eignung, ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Am Ende der Ausbildung müssen alle Module innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden, was die Teilnehmer bestens auf die Herausforderungen im Rettungsdienst vorbereitet. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des DRK unter Ausbildung im Rettungsdienst.
Julia und Michael sind ein Beispiel dafür, wie persönliche Leidenschaften und berufliche Entwicklungen Hand in Hand gehen können. Ihr Engagement im Rettungsdienst zeigt, dass es nicht nur um einen Job geht, sondern um eine Berufung, die sowohl sie als auch die Menschen, denen sie helfen, bereichert.