In Vöcklabruck tut sich etwas im Bereich der Energieversorgung. Die Grünen haben sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende aktiv voranzutreiben und dabei gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas zu reduzieren. Die geplanten Maßnahmen umfassen den Bau eines neuen Kraftwerks an der Vöckla-Wehr sowie die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Umweltstadträtin Sonja Pickhardt-Kröpfel hebt hervor, wie wichtig es ist, auf erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Wasser umzusteigen. In Vöcklabruck gibt es großes Potenzial, insbesondere im Bereich der Wasserkraft und Photovoltaik.

Das alte Mühlbach-Kraftwerk steht seit der Schließung der Kunstmühle still, doch die Idee für ein neues Kraftwerk an der Vöckla-Wehr wird weiterhin verfolgt. Dieses soll nicht nur mehr Strom liefern als das Mühlbach-Kraftwerk, sondern auch teilweise durch Bürger finanziert werden. Zusätzlich sind Freiflächenanlagen geplant, die in Kombination mit landwirtschaftlicher Nutzung (Agri-Photovoltaik) errichtet werden sollen. Der Verbund plant, Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Leistung von 8,8 Megawattpeak auf zwei Wiesen der Franziskanerinnen zu installieren. Das Projekt hat bereits die Unterstützung aller Fraktionen erhalten.

Bürgerbeteiligung an der Energiewende

Die Stadtgemeinde Vöcklabruck geht noch einen Schritt weiter und plant den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf eigenen und fremden Dächern. Bürger können sich an der Finanzierung mit einem Betrag von € 1.000,- beteiligen. Ein sogenannter Sonnenbaustein, der zwei Photovoltaik-Module umfasst, ermöglicht eine Anlagenleistung von etwa 1 kWp. Die Stadtgemeinde wird die Anlagen errichten und über einen Zeitraum von 10 Jahren leasen, bevor die Anlage in ihr Eigentum übergeht. Die Rückzahlung für die Beteiligung beträgt jährlich € 120,- und bietet eine effektive Verzinsung von rund 3,5%. Zudem sind die Einnahmen aus der Beteiligung bis zu einem Jahresertrag von € 730,- von der Einkommenssteuer befreit.

Bereits umgesetzte Projekte in Vöcklabruck umfassen unter anderem den Stelzhamer-Kindergarten mit 35 kWp, die Erweiterung der PV-Anlage am Hallenbad mit 31 kWp und die Anlage in der Dr. Franz Humer-Straße mit 41,40 kWp. Interessierte Bürger können sich über ein Onlineformular zur Bürgerbeteiligung anmelden, und es gibt keine Obergrenze für den Erwerb von Sonnenbausteinen.

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Die Energiewende ist nicht nur ein technisches, sondern auch ein gesellschaftliches Unterfangen. Bürgerenergie beschreibt die dezentrale Energieversorgung durch die Bevölkerung und zielt darauf ab, die Energiewende bürgernah zu gestalten. Dadurch wird die Abhängigkeit von Großkonzernen verringert und eine nachhaltigere, demokratischere sowie wirtschaftlich gerechtere Energieversorgung ermöglicht. Bürger:innen können in verschiedenen Rollen aktiv werden, sei es als Eigentümer:innen von Windkraftanteilen oder Solaranlagen, durch kommunale Beteiligung in Stadtwerken oder in Energiegenossenschaften.

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Die Zusammenarbeit der Bürger hat einen enormen Einfluss auf den Erfolg der Energiewende. Sie schafft Akzeptanz, stärkt die regionale Wertschöpfung und trägt zur Dezentralisierung der Energieversorgung bei. Für weitere Informationen zu den Projekten und zur Bürgerbeteiligung in Vöcklabruck sind Details in der Stadtrommlerin und online verfügbar. Auch eine Exkursion zu den Schauflächen des Verbunds in Bruck an der Leitha am Samstag, 30. Mai 2026, bietet die Möglichkeit, verschiedene Formen erneuerbarer Energie hautnah zu erleben.

Für alle Fragen zur Bürgerbeteiligung steht Thomas Weiss als Ansprechpartner zur Verfügung. Lassen Sie uns gemeinsam die Energiewende in Vöcklabruck vorantreiben und die Zukunft nachhaltig gestalten!

Mehr Informationen zu den Plänen der Grünen in Vöcklabruck finden Sie in dem Artikel auf Tips. Auch die Stadtgemeinde bietet auf ihrer Website weitere Details zu den Photovoltaikprojekten und der Bürgerbeteiligung an. Informationen zu den Möglichkeiten der Bürgerenergie finden Sie zudem auf erneuerbare-energien-aktuell.de.