In Oberösterreich wurde eine bemerkenswerte Ehrung für 21 landwirtschaftliche Familienbetriebe vergeben, die seit mehr als 200 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet werden. Diese Auszeichnung, bekannt als Erbhof, würdigt nicht nur die Tradition und das Engagement der Familien, sondern auch ihren Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft und zur regionalen Wirtschaft. Bei einer feierlichen Veranstaltung im Linzer Landhaus hoben Landeshauptmann Thomas Stelzer und Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger die Bedeutung dieser Erbhöfe hervor, die als Symbol für Zusammenhalt und Wissenstransfer über Generationen stehen.

Besonders erfreulich ist, dass drei dieser ausgezeichneten Betriebe aus dem schönen Salzkammergut stammen, konkret aus den Bezirken Gmunden und Vöcklabruck. Im Bezirk Gmunden wurde das landwirtschaftliche Anwesen Oberriedl von Anton Buchegger in St. Konrad geehrt. Stefan und Martina Ennser erhielten mit ihrem Anwesen Holzinger in Wolfsegg am Hausruck, sowie Josef und Theresia Winter mit dem Wintergut in Frankenmarkt, ebenfalls den begehrten Titel. In den letzten 90 Jahren sind insgesamt 6.299 Familienbetriebe in Oberösterreich mit dieser Auszeichnung geehrt worden, was etwa einem Fünftel aller landwirtschaftlichen Höfe im Bundesland entspricht. Die Grundlage für diese Ehrung bildet das oberösterreichische Erbhöfegesetz, das die Vergabe des Titels regelt (Quelle).

Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stärke

Die Auszeichnung zum Erbhof ist mehr als nur eine Anerkennung für jahrzehntelange Familientradition; sie steht auch für die nachhaltige Wirtschaftsweise, die in der Landwirtschaft praktiziert wird. Die Landwirtschaft in Oberösterreich trägt stolze 2,9 Milliarden Euro zur Brutto-Wertschöpfung des Landes bei. Um diese wichtige Branche weiter zu unterstützen, stellt das Land im Jahr 2023 rund 95 Millionen Euro für Förderungen bereit, wovon ein beträchtlicher Teil in zukunftsweisende Agrar-Investitionen und Forschungsprojekte fließt. Davon sind etwa 33 Millionen Euro konkret für solche innovativen Vorhaben vorgesehen (Quelle).

Die Verbindung von wirtschaftlichem Erfolg und Verantwortung für Mensch und Natur wurde von Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger besonders betont. In ihrer Ansprache während der Ehrung hob sie hervor, dass die Erbhöfe nicht nur wirtschaftlich stark sind, sondern auch eine wichtige Rolle für die Umwelt und die Gemeinschaft spielen. Diese Betriebe sind nicht nur Erzeuger von Nahrungsmitteln, sondern auch Hüter des ländlichen Erbes und der Natur (Quelle).

Abschließend lässt sich sagen, dass die Ehrung der Erbhöfe in Oberösterreich ein Zeichen für die wertvolle Arbeit der landwirtschaftlichen Familienbetriebe ist. Sie zeigen, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Diese Auszeichnung ist nicht nur ein Anlass zur Freude für die geehrten Betriebe, sondern auch für die gesamte Region, die von diesen engagierten Familien profitiert.