Die Kinderbetreuung im Bezirk Urfahr-Umgebung kann sich sehen lassen! Mit einer Betreuungsquote von 95,3 Prozent für Drei- bis Fünfjährige und 31,9 Prozent für unter Dreijährige (im Vergleich zum oberösterreichischen Durchschnitt von 26,8 Prozent) stellt sich die ÖVP Urfahr-Umgebung selbstbewusst auf. Aktuell werden in der Region 3.780 Kinder im Kindergartenjahr 2024/2025 betreut. An 77 verschiedenen Standorten stehen 242 Gruppen zur Verfügung, unterstützt von rund 770 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie Tips berichtet.

Für die Zukunft sind 17 Bauprojekte im Bereich der Kinderbildung und -betreuung in Planung, die rund 15,7 Millionen Euro kosten werden, von denen etwa sechs Millionen Euro vom Land unterstützt werden. Die Projekte umfassen den Bau von acht Krabbelstuben, sieben Kindergärten und zwei Horten, die für noch bessere Betreuungsmöglichkeiten sorgen sollen.

VIF-Indikator als Maßstab

Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Zusammenhang der VIF-Indikator, der von der Arbeiterkammer ins Leben gerufen wurde, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Dieser Indikator beurteilt, ob Kinderbetreuungseinrichtungen in der Lage sind, Nutzer:innen das nötige Maß an Flexibilität zu bieten. Unter den Kriterien des VIF-Indicators sind unter anderem eine wöchentliche Mindestöffnungszeit von 45 Stunden sowie Zugang zu Mittagessen. Die Verbesserung der VIF-konformen Plätze ist auch eine zentrale Forderung von Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin, die einen Rechtsanspruch auf beitragsfreie Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag einfordert, wie auf der Website des ÖGB zu lesen ist.

Statistik Austria berichtet von einer steigenden Zahl an VIF-konformen Betreuungsplätzen, die 25,4 Prozent der Kinder in Kindergarten- und Krabbelstuben ausmachen. Vor einem Jahr waren es gerade einmal 678 Kinder. Die Anzahl stieg auf 827 in diesem Jahr und zeigt, dass die Nachfrage nach flexibler Kinderbetreuung hoch ist.

Blick in die Zukunft

Der Ausbau der Kinderbetreuung ist nicht nur ein regionales Anliegen, sondern wird auch von der Bundesregierung gefördert. Bis zum Jahr 2030 investiert sie 4,5 Milliarden Euro, um die Qualität und Quantität in der Kinderbetreuung zu verbessern. Familienministerin Susanne Raab hebt hervor, wie wichtig es ist, Familien Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung zu ermöglichen. Die Besuchsquote der unter Dreijährigen stieg in den vergangenen Jahren von 14 Prozent im Jahr 2008 auf 32,1 Prozent, und bei den Drei- bis Sechs-Jährigen von 86,6 Prozent auf 95,4 Prozent, wie im Monitoring-Bericht zur Kinderbetreuung festgehalten wird.

Die Herausforderungen bleiben jedoch. Die Erhebung des Status Quo ist notwendig, um den Fortschritt zu dokumentieren und zu evaluieren. Für Oberösterreich ist zudem bemerkenswert, dass die Einstiegsgehälter für Pädagoginnen und Pädagogen mittlerweile auf 3.200 Euro brutto angehoben wurden, was nicht nur ein Gewinn für die Fachkräfte ist, sondern auch für die Qualität der Betreuung sorgt.