Am heutigen Tag, dem 6. März 2026, werfen wir einen Blick auf die beeindruckende Anzahl von Unternehmerinnen im Bezirk Urfahr-Umgebung, wo insgesamt 3.158 Frauen ein Unternehmen führen. Diese Frauen sind nicht nur Unternehmerinnen, sondern auch maßgebliche Akteurinnen, die Arbeitsplätze schaffen und wirtschaftliche Impulse in der Region setzen. Die Organisation „Frau in der Wirtschaft“, die seit 30 Jahren die Interessen dieser Unternehmerinnen vertritt, unterstützt sie mit einem breiten Netzwerk, Serviceangeboten und zahlreichen Veranstaltungen. Birgit Wolfmair, die Bezirksvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ Urfahr-Umgebung und selbst Unternehmerin in Goldwörth, ist eine der treibenden Kräfte hinter diesen Initiativen. Laut den aktuellen Zahlen haben im Jahr 2025 rund 150 Neugründungen im Bezirk auf Unternehmerinnen zurückgeführt, was einem bemerkenswerten Anteil von 48,2 Prozent entspricht. Diese Erfolge zeigen, wie wichtig und notwendig die Unterstützung und Förderung von Unternehmerinnen ist, insbesondere in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie auf bessere Rahmenbedingungen bei der Kinderbetreuung.

Aktuelle Schwerpunkte der Organisation sind Themen wie Innovation, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Regionalität, Nachhaltigkeit und Internationalisierung. Um diese Themen weiter voranzutreiben, sind verschiedene Veranstaltungen geplant. So findet am 17. März das Event „Frühlingserwachen“ im Bogensportzentrum Breitenstein in Kirchschlag mit Edith Aigner statt, gefolgt von einem rechtlichen Informationsabend am 14. April mit Notarin Reinhild Schober-Hohla in Bad Leonfelden bei der Firma Weichselbaumer GmbH. Diese Events bieten nicht nur wertvolle Informationen, sondern auch Gelegenheiten zum Networking.

Die Rolle von Frauen in der Wirtschaft

Die Bundesregierung hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, Frauen bei Unternehmensgründungen zu stärken. Laut aktuellen Statistiken werden 44 Prozent aller Gründungen von Frauen initiiert, jedoch liegt ihr Anteil bei wachstums- und technologieorientierten Start-ups nur bei 19 Prozent. Die Initiative „FRAUEN unternehmen“, die 2014 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufen wurde, hat bereits über 400 Aktivitäten jährlich durchgeführt, um Einblicke in das Leben erfolgreicher Unternehmerinnen zu geben und junge Frauen zu ermutigen. Vorbild-Unternehmerinnen, die aus verschiedenen Branchen kommen, begleiten interessierte Mädchen und Frauen, um sie in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Diese Initiative ist auch ein fester Bestandteil des jährlich stattfindenden Girls’Days, bei dem 2025 über 250 Schülerinnen in 18 Formaten erreicht wurden.

Rund ein Drittel aller Selbstständigen in Deutschland sind weiblich, aber es gibt noch viel zu tun. Nur 18,4 Prozent der Familienunternehmen werden von Frauen geführt, und frauengeführte Unternehmen erwirtschaften lediglich etwa 11,6 Prozent aller Umsätze in Deutschland. Zudem beschäftigen diese Unternehmen rund 15 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Herausforderungen sind vielfältig, insbesondere wenn man die Auswirkungen von Mutterschaft auf die Erwerbsarbeit von Frauen betrachtet und die Bedeutung von öffentlicher Kinderbetreuung für das Unternehmertum nicht außer Acht lässt. Die Initiative zielt darauf ab, ein Level-Playing-Field in der Gründungslandschaft zu schaffen und mehr Frauen für die Selbstständigkeit zu gewinnen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Förderung von Unternehmerinnen nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung der Region Urfahr-Umgebung, sondern auch für ganz Österreich von grundlegender Bedeutung ist. Die Vielfalt und Innovationskraft, die Frauen in die Wirtschaft einbringen, sind unverzichtbar für eine zukunftsfähige und inklusive Gesellschaft. Weitere Informationen und Daten zur Unterstützung von Frauen in der Wirtschaft sind auf den Websites der entsprechenden Ministerien und Organisationen zu finden.