Am Freitag, dem 20. Februar 2026, ereignete sich auf der Aschacher Bundesstraße (B131) in Freudenstein ein spektakulärer Vorfall, der die Feuerwehr Mühldorf auf den Plan rief. Ein voll beladener Lkw-Sattelzug rutschte bei winterlichen Fahrverhältnissen von der Fahrbahn und kam über eine Böschung in einem angrenzenden Feld zum Stillstand. Glücklicherweise verfehlte das Fahrzeug das Feuerwehrhaus der FF-Mühldorf nur knapp. Um 6:53 Uhr wurde die Feuerwehr per Sirenenalarm alarmiert und rückte mit 15 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen aus.
Die Maßnahmen der Feuerwehr umfassten die Absicherung der Unfallstelle, die Einrichtung einer örtlichen Umleitung und die Herstellung des Brandschutzes. Zudem wurde die Lage am beschädigten Fahrzeug mit dem unverletzten Fahrer erkundet. Aufgrund mehrerer winterbedingter Einsätze war es notwendig, ein privates Abschleppunternehmen aus dem Bezirk Rohrbach zu beauftragen. Der Sattelzug konnte nur im entladenen Zustand geborgen werden, was den Einsatz eines 8-Tonnen-Raupenbaggers und eines Gabelstaplers von regionalen Unternehmen erforderlich machte.
Bergung des Lkw
Rund 30 Euro-Paletten und Big-Packs wurden mit dem Kettenfahrzeug und einem speziellen Gabelaufsatz sicher aus dem Laderaum gehoben und in ein Ersatzfahrzeug umgeladen. Der beschädigte Sattelanhänger wurde mit einem Bergekran und einem Bagger zur weiteren Bergung ausgerichtet. Die Bergung aus dem Feld erfolgte unter Einsatz einer leistungsstarken Seilwinde. Dank einer behelfsmäßigen Reparatur vor Ort konnte der Sattelzug schließlich aus eigener Kraft zur nächsten Werkstatt weiterfahren. Nach einer Einsatzdauer von fünf Stunden war die Fahrbahn gegen 12 Uhr gereinigt, und die B131 wurde wieder für den Verkehr freigegeben.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im Oktober 2024 in Coppenbrügge, wo ein verunfallter Lkw ein ganzes Jahr lang auf einem Gartengrundstück lag. Dieser Lkw, der mit 20 Tonnen ausgehärtetem Bitumen beladen war, wurde am 30. Oktober 2025 von einem Spezialunternehmen aus dem Kreis Herford geborgen. Die Bergung dauerte etwa zehn Stunden und erforderte eine Sperrung der Bundesstraße 442. Der Lkw war nicht mehr fahrtüchtig und wurde schließlich auf einen Tieflader gezogen. Die Kosten für die Bergung übernahm der Gartenbesitzer, der den Lkw kostenlos abgab, da die verantwortliche italienische Firma sich weigerte, die Kosten zu tragen (Quelle).
Sicherheitslage und Statistiken
Unfälle mit Lkw sind ein ernstes Thema, und die Zahlen sprechen für sich. Im Jahr 2022 gab es in Deutschland 600 tödlich verletzte Personen bei Unfällen mit Güterkraftfahrzeugen, was einen Rückgang im Vergleich zu 2021 darstellt. Der Anteil der Getöteten bei Lkw-Unfällen an der Gesamtzahl der Verkehrstoten sank von 23,9% auf 21,5%. Dies zeigt, dass trotz der Herausforderungen, die winterliche Bedingungen mit sich bringen, die Sicherheit auf unseren Straßen verbessert werden konnte. Die Zahl der Schwerverletzten bei Lkw-Unfällen verringerte sich leicht um 0,4% auf 5.628 Personen, was im Vergleich zu den Zahlen von 1992 einen signifikanten Rückgang darstellt (Quelle).
Insgesamt zeigt der Vorfall in Freudenstein, wie wichtig eine schnelle und effektive Reaktion der Einsatzkräfte ist, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.