Im Bezirk Urfahr-Umgebung arbeiten das Rote Kreuz und der Samariterbund Hand in Hand, um die bestmögliche Versorgung für die Menschen in der Region sicherzustellen. Diese wertvolle Kooperation zwischen dem Roten Kreuz Gallneukirchen und dem Samariterbund Feldkirchen wird besonders bei Einsätzen, Veranstaltungen und Bewerben hervorgehoben. Kürzlich fand ein gemeinsamer Rettungsdienst statt, bei dem die Abläufe und Arbeitsweisen der jeweils anderen Organisation kennenzulernen waren. An diesem Austausch nahmen unter anderem Magda Dorninger und Jakob Süss vom Roten Kreuz sowie Özkan Vural und Marcel Schober vom Samariterbund teil. Solche Initiativen stärken nicht nur das Fachwissen, sondern fördern auch das Miteinander zum Wohl der Patienten in der Region.
Die Bezirksstelle Urfahr-Umgebung des Österreichischen Roten Kreuzes spielt eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung des politischen Bezirks. Unter der Leitung von Dr. Paul Gruber sorgt der Geschäftsapparat, bestehend aus Bezirksgeschäftsleiter Peter Haslinger und seinem Team, dafür, dass die Dienstleistungen reibungslos ablaufen. Mit einem Standort im Gewerbepark Urfahr bietet das Rote Kreuz eine Vielzahl von Services an, darunter Rettungsdienst, Notarztdienst und mobile Pflege und Betreuung. Mit fünf Dienststellen, einem Notarztstützpunkt und sieben Essen auf Rädern-Stützpunkten ist die Organisation für rund 85.000 Einwohner:innen in 27 Gemeinden einsatzbereit. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über 660 km² und reicht sogar über die Bezirksgrenzen hinaus. Weitere Tätigkeitsbereiche umfassen unter anderem Jugendrotkreuz, Katastrophenhilfe, Krisenintervention und Blutspendedienst, was die hohe Flexibilität und die Breite der Dienstleistungen unterstreicht.
Wachsende Bedeutung des Rettungsdienstes
Die Bedeutung von Rettungsdiensten ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Laut aktuellen Statistiken waren im Jahr 2021 rund 85.000 Personen im Rettungsdienst in Deutschland beschäftigt. Die Zahl der hauptamtlich im Rettungsdienst Beschäftigten stieg innerhalb von nur zehn Jahren um beeindruckende 71 % – von 50.000 im Jahr 2011. Diese Entwicklung zeigt, dass der Bedarf an Fachkräften im Rettungsdienst von der Bundesagentur für Arbeit als hoch eingeschätzt wird, und die Berufe in diesem Sektor gelten als Engpassberufe. Im Vergleich dazu stieg die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen insgesamt nur um 21 %.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die demografische Struktur der Beschäftigten im Rettungsdienst. Im Jahr 2021 waren 66 % der Beschäftigten männlich, während der Frauenanteil von 27 % im Jahr 2011 auf 34 % gestiegen ist. Im Gesundheitswesen insgesamt war die Situation jedoch umgekehrt: Hier waren nur 25 % der Beschäftigten Männer und 75 % Frauen. Diese Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen und Chancen, die in der Branche bestehen, und weisen darauf hin, dass sowohl das Rote Kreuz als auch der Samariterbund weiterhin eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung der Region spielen werden.
Insgesamt ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Roten Kreuz und dem Samariterbund im Bezirk Urfahr-Umgebung ein hervorragendes Beispiel für die Synergien, die in der Notfall- und Gesundheitsversorgung entstehen können. Die Initiativen zur Fortbildung und der Austausch von Fachwissen sind entscheidend, um auch in Zukunft die Qualität der Versorgung sicherzustellen.