Heute ist der 12.03.2026, und im Bezirk Urfahr-Umgebung wurde das Hochwasser-Frühwarnsystem Nepomuk erfolgreich getestet. Diese Testalarmierung umfasste mehrere Gemeinden an den Flüssen Rodl und Gusen. Unter den betroffenen Gemeinden finden sich Reichenau im Mühlkreis, Neumarkt im Mühlkreis, Engerwitzdorf, Unterweitersdorf, St. Georgen/Gusen, Zwettl/Rodl sowie Rottenegg in der Gemeinde St. Gotthard. Das Land Oberösterreich setzt mit diesem System auf einen innovativen Ansatz, um das Hochwasser-Frühwarnsystem für kleinere und mittlere Gewässer auszubauen. Die Alarmierung erfolgte nach einer Testphase im Einzugsgebiet der Aist, die diese Woche im Mühlviertel erprobt wurde.

Das System „Nepomuk“, entwickelt vom hydrographischen Dienst des Landes, analysiert die Wasserstände an Pegelmessstellen und alarmiert automatisch die Einsatzleitungen, sobald festgelegte Schwellenwerte erreicht werden. Es stehen dabei vier Warnstufen zur Verfügung, die helfen sollen, Schäden zu reduzieren und Menschen zu schützen. Der hydrographische Dienst zeigte sich nach der Testalarmierung zufrieden mit den Ergebnissen und plant eine Ausweitung des Systems auf weitere Einzugsgebiete. Alle Pegelmessstellen sind online unter hydro.ooe.gv.at abrufbar.

Gefährdungsstufen und wichtige Hinweise

Die Hochwasserfrühwarnung hat eine Gültigkeit von heute, 15:00 Uhr bis morgen, 15:00 Uhr. Es ist wichtig, die verschiedenen Gefährdungsstufen zu kennen, die von der Frühwarnung abgeleitet werden. Die Stufen reichen von einer geringen Gefährdung, bei der leicht erhöhte Wasserstände und stellenweise kleine Ausuferungen möglich sind, bis zu einer sehr hohen Gefährdung, bei der bebautes Gebiet in größerem Umfang überflutet werden kann und der Einsatz der Wasserwehr erforderlich ist.

  • Geringe Gefährdung: Leicht erhöhte Wasserstände, stellenweise kleine Ausuferungen möglich.
  • Mäßige Gefährdung: Stellenweise kleinere Ausuferungen, vereinzelte Überflutungen landwirtschaftlicher Flächen und Kellern möglich.
  • Mittlere Gefährdung: Überflutung landwirtschaftlicher Flächen, einzelner bebauter Grundstücke oder Keller, leichte Verkehrsbehinderungen.
  • Hohe Gefährdung: Überflutung bebauter Grundstücke oder Keller, Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen, vereinzelter Einsatz der Wasserwehr erforderlich.
  • Sehr hohe Gefährdung: Überflutung bebauter Gebiete in größerem Umfang, Einsatz der Wasserwehr in größerem Umfang erforderlich.

Bei erhöhter Hochwassergefährdung sollte man sich von Fließgewässern fernhalten und bei Starkregen mit Wassereinbrüchen nicht in Keller, Tiefgaragen oder Unterführungen gehen oder fahren. Überflutete Bereiche sollten nicht zu Fuß oder mit dem Auto durchquert werden. Die Hochwasserfrühwarnung gilt speziell für kleine Einzugsgebiete von bis zu 200 km² und warnt nicht vor Wettergefahren, sondern bietet eine Abschätzung der Hochwassergefährdung bis zu 24 Stunden im Voraus. Die Warnungen werden stündlich aktualisiert und die Verlässlichkeit der Frühwarnung wird durch laufende Verifikation überprüft.

Verlässlichkeit und Ansprechpartner

Interessanterweise zeigen die Verifikationsergebnisse von 01.06.2018 bis 05.01.2026 eine Trefferwahrscheinlichkeit von 50%, 63% und 81%, während die Falschalarmrate bei nur 0,9%, 1,3% und 2,1% liegt. Dies spricht für die Zuverlässigkeit des Systems. Für weitere Informationen zur Hochwasserfrühwarnung kann Dr. Andy Philipp unter der Telefonnummer 0351 8928-4505 oder per E-Mail an Andy.Philipp@lfulg.sachsen.de kontaktiert werden.

Die Einführung und der Ausbau des Hochwasser-Frühwarnsystems in Oberösterreich ist ein bedeutender Schritt in der Katastrophenvorsorge. Die kontinuierliche Verbesserung solcher Systeme ist essenziell, um die Bevölkerung zu schützen und Schäden durch Hochwasserereignisse zu minimieren. Es bleibt zu hoffen, dass die technischen Fortschritte auch in anderen Regionen Anwendung finden und somit die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger weiter erhöht wird.