Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

Der Frühling ist nicht nur eine Zeit des Erwachens für die Natur, sondern auch eine besonders sensible Phase für die Wildtiere, insbesondere für die Feldhasen. In dieser Zeit beobachten wir im Mühlviertel einen regen Liebesbetrieb bei den Feldhasen. Bezirksjägermeister Sepp Rathgeb aus Oberneukirchen gibt wertvolle Verhaltenstipps für Begegnungen mit diesen scheuen Tieren. Typische Verfolgungsjagden und Paarungskämpfe beginnen bereits im Januar, abhängig von der Witterung, und der erste Nachwuchs wird meist ab Ende Februar geboren.

Besonders auffällig ist, dass die jungen Hasen tagsüber oft allein in kleinen Mulden am Boden liegen. Dies führt nicht selten zu Missverständnissen: Viele Menschen glauben, die Tiere seien verlassen, obwohl sie von der Häsin versorgt werden. Die Hasenmutter säugt ihre Jungen in der Regel nur einmal täglich, oft in der Nacht. Umso wichtiger ist es, dass Spaziergänger, Läufer und Radfahrer auf den Wegen bleiben und ihre Hunde anleinen, um die Wildtiere zu schützen. Die Jäger aus Urfahr-Umgebung bitten eindringlich um Rücksichtnahme: Jungtiere dürfen nicht berührt oder mitgenommen werden. Weitere Informationen zu diesem Thema sind in einem Artikel auf Tips.at zu finden.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Feldhasen und ihre Mütter

Ein häufiges Missverständnis ist, dass allein gefundene Junghasen verwaist oder krank sind. Tatsächlich sind die meisten Junghasen weder verwaist noch in Gefahr. Die Hasenmutter ist meist in der Nähe und kümmert sich um ihren Nachwuchs. Um die Tiere nicht unnötig zu stören, sollten Spaziergänger sich rücksichtsvoll entfernen und ihre Hunde anleinen. Sollte ein Junghase jedoch an einer gefährlichen Stelle, etwa nahe einer Straße, sitzen, kann er vorsichtig aufgenommen und 30 Meter entfernt wieder ausgesetzt werden. Der Muttertrieb überwiegt in der Regel die Angst vor menschlichem Geruch. Falls ein Hase berührt wurde, kann er mit Gras, Blättern oder Erde eingerieben werden, um den menschlichen Geruch zu minimieren. Verletzte Junghasen sollten vorsichtig in einen Karton mit Luftlöchern zur nächsten Wildtierstation gebracht werden. Es ist wichtig, die Aufzucht und Auswilderung von Wildtieren Experten zu überlassen, da es gesetzlich nicht erlaubt ist, Wildtiere ohne Genehmigung aufzunehmen. Weitere Details hierzu finden Sie auf VIER PFOTEN.

In-article Werbung
In-article Werbung

Wildtierstationen unterstützen die Aufzucht

Für verletzte oder hilflose Wildtiere gibt es in Deutschland zahlreiche Wildtierstationen, die eine wichtige Rolle bei der Betreuung und Auswilderung von Tieren spielen. Ein Verzeichnis der Wildtierstationen in Schleswig-Holstein zeigt, dass es viele engagierte Einrichtungen gibt, die sich um heimische Wildtiere kümmern. Die Aufzucht und Pflege sollte stets von Fachleuten übernommen werden, um den Tieren die bestmögliche Chance auf ein Überleben in der Freiheit zu geben. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Deutschen Wildtierrettung.

In der Wildtierstation Hamburg beispielsweise werden jährlich über 1.500 hilflose Jungtiere betreut, aufgezogen und wieder ausgewildert. VIER PFOTEN fördert diese wichtige Einrichtung mit jährlich 100.000 Euro, um sicherzustellen, dass die Tiere die bestmögliche Versorgung erhalten. Es ist ein bemerkenswerter Beitrag zum Schutz der heimischen Tierwelt und zur Förderung des Artenreichtums in unserer Region.