Heute ist der 15.02.2026 und wir blicken auf ein Thema, das viele Menschen betrifft, aber oft im Verborgenen bleibt: Suizidalität. In Oberösterreich gab es kürzlich einen tragischen Vorfall, bei dem eine Frau in ihrem Haus erschossen wurde. Solche Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit, über Suizidprävention zu sprechen und Hilfsangebote bekannt zu machen. Es ist wichtig, dass Menschen mit Suizidgedanken und deren Angehörige nicht allein gelassen werden und wissen, wo sie Hilfe finden können.
In Österreich sind zahlreiche Hilfsangebote verfügbar, die Betroffenen und Angehörigen zur Seite stehen. Das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums bietet umfassende Informationen und Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen. Besonders hervorzuheben sind die Hotline von Rat auf Draht (147), die anonym und kostenlos für Kinder und Jugendliche erreichbar ist, sowie die Ö3-Kummernummer (116 123), die täglich Unterstützung bietet. Die Telefonseelsorge unter 142 ist rund um die Uhr erreichbar und ebenfalls kostenlos. Für Angehörige gibt es die Website www.bittelebe.at, die wichtige Informationen und Unterstützung bietet.
Hilfsangebote in Deutschland
Auch in Deutschland gibt es eine Vielzahl von Hilfsangeboten für Betroffene, Angehörige und Hinterbliebene. Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) unterstützt Menschen bei der Suche nach passenden Hilfsangeboten. Schätzungen der WHO zufolge hinterlässt jeder Suizid durchschnittlich 5-7 Angehörige, was bedeutet, dass jährlich mindestens 50.000 Hinterbliebene in Deutschland um ihre Liebsten trauern. Diese Trauer kann oft über Jahre hinweg anhalten und viele Menschen in den Bann ziehen.
Für Hinterbliebene gibt es verschiedene Selbsthilfeorganisationen, wie AGUS e.V. (Angehörige um Suizid), die über 100 Selbsthilfegruppen in Deutschland anbieten. Die Beratungsstelle BeSu Berlin bietet Unterstützung und Gruppengespräche für suizidbetroffene Angehörige an. Es ist entscheidend, in Krisensituationen Hilfe zu suchen – sei es durch stationäre psychiatrische Behandlung, ambulante psychotherapeutische Unterstützung oder einfach durch den Austausch in Selbsthilfegruppen.
Wichtige Aspekte der Suizidprävention
Die Akutversorgung bei suizidalen Gedanken ist von größter Bedeutung. In Deutschland gibt es die Notrufnummer 112 für Soforthilfe in Krisen. Zudem bieten zahlreiche regionale Hilfsangebote telefonische und persönliche Beratungen an. Onlineberatungen speziell für Jugendliche und Programme für Angehörige sind ebenfalls verfügbar.
Insgesamt ist es wichtig, dass sowohl Betroffene als auch Angehörige wissen, dass sie nicht allein sind. Die Unterstützung durch verschiedene Organisationen und Dienste kann einen erheblichen Unterschied machen. Es ist unser aller Aufgabe, das Bewusstsein für das Thema Suizid zu schärfen und eine offene Diskussion darüber zu fördern, um Menschen in Not die Hand zu reichen.