Am Sonntag, den 22. Februar, fand die Bezirksgeneralversammlung des Blasmusikbezirkes Steyr statt, organisiert vom Musikverein Waldneukirchen. Diese Versammlung war nicht nur ein Treffen der Vereinsmitglieder, sondern auch eine Plattform zur Diskussion über die Zukunft der Blasmusik in der Region. Bezirksobmann Ing. Manfred Postlmayr stellte einen neuen Folder zur Nachfolgeplanung in den Vereinen vor, der den Titel „Talente finden. Aufgaben teilen. Zukunft sichern.“ trägt. Dies ist besonders wichtig, da die Verantwortung in den Vereinen zunehmend neu verteilt werden muss, um die Motivation der Mitglieder zu fördern und die Vereinsstrukturen zukunftssicher zu gestalten.

Ein Themenschwerpunkt der Veranstaltung war der Motivationsimpuls „Best Practice – Inspirationen für das Vereinsleben“. Gottfried Rapperstorfer moderierte einen Dialog über Vereinsorganisation, Motivation, Krisenmanagement, Leistung versus Kameradschaft, Weiterbildungen, Visionen und Ziele. Die Conclusio des Abends war ein schöner Satz: „Wenn sich die Menschen mögen, mögen sich auch die Töne!“ Die musikalische Begleitung übernahm der MV Waldneukirchen zusammen mit dem Saxophonensemble „Sacsemble“, was die Versammlung zu einem harmonischen Erlebnis machte.

Bezirksmusikfest und weitere Aktivitäten

Ein weiteres Highlight der Generalversammlung war die Präsentation der Planungen für das Bezirksmusikfest 2026, das anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Musikvereins unter dem Motto „Viva la Vida“ stattfinden wird. Solche Feste sind essenziell für die Gemeinschaft und das kulturelle Leben in der Region. Der nächste große Termin im Blasmusikbezirk ist die Konzertwertung am 21. und 22. März in Ternberg, an der 18 Orchestern teilnehmen werden.

Um die Vereinsarbeit weiter zu professionalisieren, fand am 07. November eine „Erweiterte Bezirksleitungssitzung“ des OÖ Blasmusikverbandes in Ternberg statt. Hier blickte Bezirksobmann Manfred Postlmayr auf vergangene „Leuchtturmprojekte“ zurück, darunter das „Feedbackkonzert“ und das Musical „Nie mehr Schule“. Auch die Bedeutung der Kommunikation zwischen Landesmusikschulen und Musikvereinen wurde hervorgehoben, insbesondere durch den Landeskapellmeister-Stellvertreter Mag. Thomas Asanger. Rund 800 Musikbegeisterte werden derzeit in den Landesmusikschulen unterrichtet, was die Relevanz der musikalischen Ausbildung unterstreicht.

Teambasiertes Vereinsmanagement

Ein zukunftsweisendes Konzept, das in den Diskussionen immer wieder angesprochen wurde, ist das teambasierte Vereinsmanagement. Dieses Modell hat sich als geeignet erwiesen, um Musiker:innen an den Verein zu binden und die Gewinnung neuer Mitglieder zu fördern. Die Herausforderungen, denen sich die Vereine gegenübersehen, sind vielfältig: Zeitmangel und fehlender Spaß können dazu führen, dass Mitglieder aufhören. Daher ist es wichtig, dass die Vereine regelmäßig die Selbstreflexion praktizieren und die Kommunikation sowie den Informationsfluss verbessern.

Das teambasierte Vereinsmanagement gliedert die Aufgaben in sechs Bereiche: Musik, Organisation, Verwaltung, Finanzen, Jugend und Marketing. Jeder Bereich hat seine Verantwortlichen, und Musiker:innen werden aktiv in diese Bereiche einbezogen. So wird eine gemeinsame Arbeit am Verein gefördert, die nicht nur die Organisation verbessert, sondern auch den Spaß und die Motivation steigert. Die regelmäßigen Sitzungen der Bereichsmanager tragen zur Transparenz und zum Austausch bei, was die Bindung an den Verein weiter stärkt.

Insgesamt zeigt die Entwicklung im Blasmusikbezirk Steyr, dass die Vereine sich aktiv mit ihrer Zukunft auseinandersetzen und innovative Konzepte umsetzen, um die Blasmusik lebendig zu halten. Die Veranstaltungen und die Bereitschaft zur Weiterbildung sind wichtige Schritte auf diesem Weg. Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Veranstaltungen im Blasmusikbezirk Steyr können Sie die vollständige Berichterstattung auf meinbezirk.at und tips.at nachlesen. Auch die Prinzipien des teambasierten Vereinsmanagements sind ausführlich beschrieben auf blasmusikblog.com.