Im idyllischen Steyr-Land steht ein neuer Ausbildungslehrgang zum Ranger in den Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse bevor. Ab dem 29. September 2026 haben naturbegeisterte Personen die Möglichkeit, sich für diese wertvolle Aufgabe zu qualifizieren. Der Lehrgang umfasst insgesamt 42 Ausbildungstage, die abwechselnd in beiden Nationalparks stattfinden. Die Kurstage sind überwiegend unter der Woche und beinhalten eine Anwesenheitspflicht in den Grund- und Aufbaumodulen. Das Ende des Kurses ist für Juni 2027 geplant. Bewerbungen sind bis zum 31. März 2026 digital auf der Website www.kalkalpen.at/jobs-mitarbeit einzureichen.
Ranger spielen eine entscheidende Rolle in der Vermittlung des Wertes unserer Natur. Sie begleiten Besuchergruppen und geben ihr Wissen über die heimische Flora und Fauna weiter. Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die einen Bezug zur Region haben und zeitliche Flexibilität mitbringen, um nach Abschluss des Lehrgangs im Nationalpark zu arbeiten. Neben den grundlegenden Fähigkeiten wird auch auf rechtliche Aspekte und das Notfallmanagement Wert gelegt, um die Ranger optimal auf ihre vielseitigen Aufgaben vorzubereiten.
Inhalte der Ranger-Ausbildung
Der Zertifikats-Lehrgang zum/zur Österreichischen Nationalpark Ranger:in wurde bereits 2010 ins Leben gerufen und bietet eine bundesweit einheitliche Ausbildung. Teilnehmer*innen lernen die Zielsetzungen und Aufgaben eines Nationalparks kennen und erhalten umfassende Kenntnisse über den österreichischen Naturraum und dessen Entstehung. Die Ausbildung behandelt auch naturkundliche Grundlagen sowie das Wirken des Menschen in der Landschaft. Ein essenzieller Teil der Ausbildung ist die Vermittlung von Grundlagen der Naturinterpretation und -pädagogik, die es den Ranger:innen ermöglichen, ihr Wissen an die Besucher weiterzugeben. Die Lehrgänge sind eine anerkannte Bildungsmaßnahme in der Erwachsenenbildung, geregelt durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Nationalpark-Verwaltungen und die Nationalpark Akademie Hohe Tauern sind für die Durchführung verantwortlich.
Die Ausbildung besteht aus drei Teilen: einem Grundmodul, einem Aufbaumodul und Fortbildungen. Das Grundmodul umfasst 17 Tage, in denen Themen wie Naturschutz, Zoologie, Botanik, Geologie und ökologische Zusammenhänge behandelt werden. Im anschließendem Aufbaumodul sind 25 Tage vorgesehen, die mit einer mündlichen und schriftlichen Prüfung abschließen. Ein Zertifikat wird nach erfolgreichem Abschluss verliehen. Ranger:innen sind zudem verpflichtet, regelmäßig Fortbildungen zu besuchen, um ihre Kenntnisse aktuell zu halten.
Berufsperspektiven und Weiterbildung
Die meisten Ranger:innen arbeiten nebenberuflich und genießen die Flexibilität, die ihnen diese Tätigkeit bietet. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, zusätzliche Qualifikationen zu erwerben, etwa als Bootsführer:in oder Kletterführer:in. Die Nationalparks Austria Bildungsakademie bündelt ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm, das nicht nur Ranger:innen, sondern auch anderen Naturbegeisterten zugutekommt. Die Angebote reichen von Erste-Hilfe-Kursen über Fachtagungen bis hin zu Einblicken in die Lebenswelt von Tier- und Pflanzenarten.
Mit dem kommenden Lehrgang im Jahr 2026/2027 in Kooperation zwischen dem Nationalpark Gesäuse und dem Nationalpark Kalkalpen wird eine neue Generation von Ranger:innen ausgebildet, die bereit ist, den Wert und die Schönheit unserer Natur zu bewahren und zu vermitteln. Wer also die Leidenschaft für die Natur in sich trägt und sich in diesem faszinierenden Umfeld engagieren möchte, hat jetzt die Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten. Für weitere Informationen kann die Quelle hier besucht werden.