In Steyr-Land sind vier engagierte Schülerinnen der HLW-Steyr im Zweig Gesundheitsmanagement auf eine spannende Idee gekommen: Sie arbeiten an einer Diplomarbeit über chronische Krankheiten, die den Titel „Mit Messer und Gabel für die Gesundheit“ trägt. Im Rahmen ihrer Arbeit haben sie eine informative Broschüre erstellt, die Rezepte zur Prävention und Linderung von Symptomen chronischer Krankheiten wie Rheuma, Gastritis, Fettleber und Morbus Crohn enthält. Die kreativen Köpfe hinter diesem Projekt sind Vanessa Infanger, Helena Zittmayr, Emma Lengauer und Katharina Mayrhofer. Ihr Ziel? Den Menschen zu helfen, gesünder zu leben und Symptome zu lindern.
Insgesamt wurden 250 dieser Broschüren erstellt und im betreuten Wohnen AWIK – alt werden in Kronstorf präsentiert und verteilt. Nach der Präsentation wurden Fotos mit den Bewohnern und Betreuern vom Roten Kreuz gemacht und es gab auch einige Kostproben, die die Schülerinnen selbst zubereitet hatten. Um die Verbreitung ihrer wertvollen Informationen zu fördern, wurden weitere Broschüren in Apotheken und Arztpraxen ausgelegt.
Gesunde Ernährung als Schlüssel zur Prävention
Die Bedeutung einer gesunden Ernährung wird heutzutage immer mehr erkannt. Chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Leiden, Typ-2-Diabetes und Autoimmunerkrankungen nehmen in vielen Regionen zu, und viele Studien zeigen, dass unsere Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf das Risiko hat, an diesen Krankheiten zu erkranken. Forschungsergebnisse fokussieren sich auf Faktoren, die die Entwicklung dieser Krankheiten begünstigen, und insbesondere die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle. Sie beeinflusst physiologische Prozesse und biochemische Abläufe im Körper, was eine bewusste Auswahl von Lebensmitteln umso wichtiger macht.
Die Broschüre der Schülerinnen bietet eine praktische Unterstützung, um gesunde Ernährungsgewohnheiten zu fördern. Die Rezepte sind so gestaltet, dass sie wirksam, schnell und einfach zuzubereiten sind. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten kann nicht nur das allgemeine Wohlbefinden steigern, sondern auch die Darmflora unterstützen. Dies ist besonders wichtig, da ein gestörter Stoffwechsel das Risiko für Diabetes, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann. Eine faserreiche Kost mit wenig Zucker kann zudem helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
Gemeinsam für die Gesundheit
Die Initiative der Schülerinnen zeigt, wie wichtig soziale Unterstützung und gemeinsames Kochen für eine gesunde Ernährung sind. Psychologische Faktoren und Stress können das Ernährungsverhalten entscheidend beeinflussen, weshalb ganzheitliche Ansätze, die Körper und Geist einbeziehen, oft effektiver sind. Die Broschüre ist nicht nur eine Sammlung von Rezepten, sondern auch ein Beitrag zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention.
Insgesamt zeigt sich, dass eine ausgewogene Ernährung nicht nur für die tägliche Nährstoffversorgung und Körperfunktionen von großer Bedeutung ist, sondern auch eine langfristige Rolle zur Vermeidung von Krankheiten spielt. Das Gesundheitsmonitoring in Deutschland erfasst regelmäßig Ernährungsdaten, um die Nährstoffversorgung in verschiedenen Altersgruppen zu analysieren und auf die Bedeutung gesunder Ernährung hinzuweisen. Die Zusammenarbeit mit Instituten wie dem Max-Rubner-Institut und dem Bundesinstitut für Risikobewertung verdeutlicht, dass die Forschung auf diesem Gebiet aktiv vorangetrieben wird.
Für die Schülerinnen der HLW-Steyr ist es ein erster Schritt, um durch ihre praktische Arbeit einen Unterschied zu machen. Ihre Broschüre ist ein Beispiel dafür, wie durch kreative Ansätze und gemeinschaftliches Engagement die Gesundheit der Menschen gefördert werden kann. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Quellen, die die Schülerinnen für ihre Arbeit genutzt haben: MeinBezirk, Medlexi und Robert Koch-Institut.