In den Gemeinden Garsten und Ternberg wird aktiv an der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen gearbeitet. Beide Gemeinden haben ihre Klimastrategien bis zum Jahr 2030 erarbeitet und engagieren sich im Programm „Paris, wir kommen“. Dieses Programm wird vom Klimabündnis Oberösterreich sowie dem Umwelt- und Klimaschutzressort des Landes Oberösterreich unterstützt. Die Hauptziele sind die Entwicklung konkreter und umsetzbarer Maßnahmen zum Klimaschutz, die die Lebensqualität der Bürger:innen verbessern sollen.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder hebt die Bedeutung der Gemeinden im Klimaschutz hervor, insbesondere in den Bereichen Mobilität, Energie, Bodenverbrauch und Bewusstseinsbildung. Garsten hat bereits eine starke Basis im Umwelt- und Klimaschutz, mit einem klaren Fokus auf klimafreundlicher Mobilität, erneuerbaren Energien, energieeffizienten Gebäuden und der Sensibilisierung der Bevölkerung. Die Klimastrategie Garsten 2030 bündelt bestehende Aktivitäten und definiert konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre, wie die Weiterentwicklung des Radplans für sichere Radverbindungen und das Projekt „Papierloses Amt“ zur Digitalisierung und Ressourcenschonung.

Fortschritte in Ternberg

Auch Ternberg hat mit seiner Klimastrategie 2030 klare Ziele gesetzt. Hier stehen umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund. Zu den geplanten Initiativen gehören die Ausweitung des E-Carsharing-Angebots und die Schaffung versickerungsfähiger Parkflächen, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden. Beide Klimastrategien sind das Resultat intensiver Arbeits- und Beteiligungsprozesse, die Politik, Verwaltung und Bürger:innen einbeziehen.

Um die Fortschritte transparent zu gestalten, wurden kommunale Klimabilanzen erstellt, die dabei helfen, Emissionsquellen zu identifizieren und wirksame Maßnahmen zu entwickeln. Reinhard Brix vom Klimabündnis Oberösterreich betont die Bedeutung von partizipativen, faktenbasierten und langfristigen Ansätzen im Klimaschutz, die auch in der Initiative „Paris, wir kommen“ verankert sind. Insgesamt wurden elf Gemeinden in Oberösterreich für die Verabschiedung ihrer Klimastrategien ausgezeichnet, darunter auch Garsten und Ternberg, was die Relevanz dieser Strategien unterstreicht.

Die Rolle der Kommunen im Klimaschutz

Das Engagement von Garsten und Ternberg fügt sich in einen größeren Kontext ein, denn Kommunen spielen eine zentrale Rolle im Klimaschutz. Sie stehen in direktem Kontakt mit den Bürger:innen, der lokalen Wirtschaft sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen. Zudem haben sie Zugriff auf die gebaute Infrastruktur vor Ort, was ihnen ermöglicht, gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Allerdings stehen sie dabei auch vor Herausforderungen: Verschiedene Interessen, wie wirtschaftliche Belange, der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum und unterschiedliche Mobilitätsansprüche, müssen in Einklang gebracht werden, um die Treibhausgasneutralität zu erreichen.

Die Abstimmung der Klimaschutzziele auf verschiedenen Ebenen ist oft unzureichend, was den Kommunen die Umsetzung ihrer Strategien erschwert. Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen stellen zusätzliche Hürden dar. Trotz dieser Herausforderungen zeigen die Gemeinden Garsten und Ternberg, dass es möglich ist, durch gezielte Maßnahmen und die Einbindung der Bevölkerung Fortschritte im Klimaschutz zu erzielen. Mehr Informationen über die Initiative finden Sie hier, während die Bedeutung kommunalen Klimaschutzes umfassender diskutiert wird hier.

Für die Region Steyr-Land ist es entscheidend, dass solche Initiativen weiterverfolgt und ausgebaut werden, um einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die Lebensqualität der Bürger:innen langfristig zu sichern.