Am Sonntag, den 22. Februar, fand die Feuerwehrvollversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach statt. Hierbei wurden die beeindruckenden Leistungen der Kameradinnen und Kameraden gewürdigt, die gemeinsam rund 8.000 Stunden im Dienst der Allgemeinheit geleistet haben. Diese Stunden setzen sich aus Einsätzen, Übungen, Schulungen sowie organisatorischen und technischen Tätigkeiten zusammen. Es ist unbestritten, dass der hohe Stellenwert von kontinuierlicher Aus- und Weiterbildung für die Feuerwehr von großer Bedeutung ist. Regelmäßige Übungen und Schulungen sind unerlässlich, um im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein.
Ein besonderes Highlight der Versammlung war die Ehrung von sechs Kameraden, die vor 50 Jahren der ersten Jugendgruppe der FF Sulzbach angehörten. Dieses Jubiläum würdigt nicht nur die jahrzehntelange Treue zur Feuerwehr, sondern hebt auch die Bedeutung der Jugendarbeit hervor. Viele aktive Mitglieder begannen ihre Laufbahn in der Jugendgruppe, was die zentrale Rolle der Feuerwehr in der Nachwuchsarbeit unterstreicht. Die Versammlung bot auch die Gelegenheit, den Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Verlässlichkeit und die gelebte Kameradschaft zu danken. Stolz blickt die Feuerwehr Sulzbach auf die Leistungen des vergangenen Jahres zurück und ist motiviert, die Herausforderungen der Zukunft anzugehen.
Das Engagement der Freiwilligen Feuerwehren
In Deutschland sind über 1,25 Millionen Menschen ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv. Diese Freiwilligen gewährleisten flächendeckenden Brand- und Katastrophenschutz und sorgen rund um die Uhr für die öffentliche Sicherheit. Der ehrenamtliche Dienst in der Feuerwehr ist ein unersetzlicher Teil der Daseinsfürsorge und birgt nicht nur Herausforderungen, sondern auch Risiken für die Ehrenamtlichen. Die Feuerwehren sind nicht nur für die Gefahrenabwehr zuständig, sondern fungieren auch als Kulturträger in der Gesellschaft und unterstützen die demokratische Struktur.
Ein weiterer Schritt zur Unterstützung des Engagements in der Feuerwehr ist die Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie anderen Ministerien ins Leben gerufen wurde. Diese Stiftung hat das Ziel, Engagement in strukturschwachen und ländlichen Regionen sinnvoll und nachhaltig zu fördern. Ab 2021 sind finanzielle Mittel von bis zu 30 Millionen Euro jährlich für die Stiftung vorgesehen. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, digitale Bildungsangebote und Infrastruktur in ländlichen Räumen auszubauen, um die Teilhabe junger Menschen zu sichern.
Die Zukunft der Nachwuchsarbeit
Die Nachwuchsarbeit der Feuerwehren in Deutschland ist entscheidend für die Sicherstellung des Katastrophenschutzes der Zukunft. Über 20.000 Feuerwehren, von denen 96% ehrenamtlich besetzt sind, sind auf die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Feuerwehrtechnik, Menschenrettung, Brandbekämpfung und vorbeugendem Brandschutz angewiesen. Die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) betont die Bedeutung der Jugendfeuerwehren und Kindergruppen. Es gibt über 110.000 ehrenamtliche Jugendleiter und Betreuer, die sich engagieren und viel Zeit in die Arbeit mit jungen Menschen investieren.
Die Herausforderungen des demografischen Wandels und veränderte Lebensverhältnisse erfordern eine stärkere finanzielle Unterstützung für die Jugendverbandsarbeit und eine Stärkung des Kinder- und Jugendplans des Bundes. Auch die Demokratieförderung in den Jugendfeuerwehren wird als wichtig erachtet, um das Demokratiebewusstsein bei jungen Menschen zu stärken. Das Engagement in den Feuerwehren leistet somit nicht nur einen Beitrag zur Sicherheit, sondern auch zur gesellschaftlichen und demokratischen Entwicklung.
Für weitere Informationen zu diesem Thema besuchen Sie bitte die Artikel auf MeinBezirk, Feuerwehrverband und Deutsche Jugendfeuerwehr.