Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist für junge Menschen von enormer Bedeutung, insbesondere wenn es um die dunklen Kapitel der Vergangenheit geht. Schüler:innen der Sport/Mittelschule St. Valentin/Schubertviertel haben im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts die KZ-Gedenkstätte Mauthausen besucht. Ziel dieses Besuchs war es, sich intensiv mit dem Nationalsozialismus und dem System der Konzentrationslager auseinanderzusetzen. Mauthausen, ein Ort des Schreckens, war von 1938 bis 1945 ein zentraler Punkt politischer, sozialer und rassistischer Verfolgung durch das NS-Regime in Österreich. Hier wurden politische Gegner sowie als kriminell oder „asozial“ stigmatisierte Menschen inhaftiert und zur Zwangsarbeit gezwungen. Der Alltag der Gefangenen war geprägt von Hunger, Willkür und Gewalt; es gab Einrichtungen zur systematischen Ermordung.
Im Workshop unter dem Titel „Lebensgeschichten“ setzen sich die Schüler:innen mit Biografien von Opfern und Tätern auseinander. Dieser Ansatz vermittelt nicht nur Fakten, sondern auch die menschlichen Schicksale hinter der Geschichte. Auch Personen, die außerhalb des Lagers mit dem KZ-System in Berührung kamen, werden thematisiert. Josef Stöckler, der Organisator und Geschichtspädagoge, hebt die Bedeutung solcher Lernorte hervor, um das Verständnis für Gewalt und Rassismus in der Gegenwart zu fördern. Die Gedenkstätte selbst ist ein internationaler Ort der Erinnerung und historisch-politischen Bildung, der das Gedenken an die Opfer des KZ Mauthausen und seiner Außenlager bewahrt. Quelle
Ein Ort der Erinnerung
Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen bietet nicht nur Ausstellungen, sondern auch pädagogische Programme, die zur Auseinandersetzung mit der KZ-Geschichte anregen. Etwa 190.000 Personen waren hier inhaftiert, von denen mindestens 90.000 getötet wurden. Die Gedenkstätte verfolgt das Ziel, die Sensibilisierung gegenüber nationalsozialistischer Wiederbetätigung, Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung von Minderheiten und Demokratiefeindlichkeit zu fördern. Es handelt sich um einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des Wissens über die nationalsozialistischen Massenverbrechen, die in Mauthausen, Gusen und all seinen Außenlagern stattfanden. Die Gedenkstätte ist eine Bundesanstalt öffentlichen Rechts, deren Finanzierung durch das Bundesministerium für Inneres erfolgt. Quelle
Die Geschichte der Konzentrationslager
Konzentrationslager (KZ) existierten während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und in den besetzten Ländern. Menschen wurden in KZs eingesperrt, weil die Nationalsozialisten sie als Bedrohung ansahen. Die Häftlinge waren den Aufsehern hilflos ausgeliefert und hatten keine Möglichkeit, sich zu wehren. In den Lagern litten die Insassen unter Hunger, Folter und mussten Zwangsarbeit leisten. Viele Menschen, darunter auch Kinder, wurden in den Lagern getötet. Ab 1941 begann die systematische Ermordung von Menschen, was schließlich zum Holocaust führte, bei dem über 6 Millionen Juden ihr Leben verloren. Ein bekanntes Beispiel für ein Vernichtungslager ist Auschwitz, das heute als Gedenkstätte für die Opfer zugänglich ist. Diese historischen Kontexte sind entscheidend für das Verständnis der Geschehnisse und deren Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft. Quelle
Die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist nicht nur für die Schüler:innen der Sport/Mittelschule St. Valentin/Schubertviertel wichtig, sondern für die gesamte Gesellschaft. Die Erinnerung an die Vergangenheit ist eine Grundlage für eine demokratische und tolerante Zukunft.