Die humanitäre Situation in der Ukraine bleibt angesichts des anhaltenden Krieges äußerst kritisch. In Schärding zeigen die Grünen durch eine Spende von 1.000 Euro, dass sie sich aktiv für die Unterstützung der von Konflikten betroffenen Familien einsetzen. Mit dieser finanziellen Hilfe wird ORA International unterstützt, um Gaskocher zu kaufen, die für viele Familien in Kriegsgebieten, wo die Infrastruktur zerstört ist, eine lebenswichtige Möglichkeit darstellen, warme Mahlzeiten zuzubereiten. Gemeinderätin Nora Mayer hebt hervor, dass diese Gaskocher den betroffenen Familien helfen, unabhängig von der fehlenden Stromversorgung zu kochen. Fraktionsobmann David Witzeneder betont, wie wichtig diese praktische Unterstützung ist, insbesondere in Regionen wie Sumy, Izium, Sloviansk und Charkiw, wo die Bedingungen extrem sind.

Die Lage vor Ort ist alarmierend: Viele Familien leben in Kellern ohne Heizung und Strom, während Drohnenangriffe und Artilleriebeschuss an der Tagesordnung sind. Neben Gaskochern verteilt das ORA-Team auch Generatoren, Powerbanks und Lebensmittelpakete, um den Menschen in diesen Krisengebieten zu helfen. Die Spende der Grünen Andorf ist ein wichtiger Schritt, um die Not der Menschen zu lindern und ihnen eine minimale Lebensqualität zu ermöglichen. Für viele ist schon die Zubereitung einer warmen Mahlzeit ein Lichtblick in düsteren Zeiten.

Unterstützung aus Berlin

Ähnliche Initiativen finden auch in anderen Teilen Deutschlands statt. Janine von Wolffersdorff, eine Unternehmensberaterin aus Berlin, wurde durch Berichte über die prekäre Situation in Kiew alarmiert. Tausende Wohnungen sind nach russischen Luftschlägen ohne Strom und Wasser. Um der Stadtbevölkerung zu helfen, hat sie bereits Hilfskonvois nach Kiew geschickt, die 6000 Campingkocher und 7040 Wärmflaschen enthalten. Diese Gegenstände sind entscheidend, da sie den Menschen in Kiew helfen, trotz der widrigen Umstände ein gewisses Maß an Komfort zu bewahren.

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, berichtet, dass 800.000 Menschen in der Stadt ohne Strom sind und viele in ländliche Gebiete geflohen sind, um der Kälte zu entkommen. Die Stadtverwaltung hat Schwierigkeiten, mit der Kälte umzugehen, da die letzten Winter mild waren. „Survival Points“ wurden eingerichtet, um Anwohnern temporären Schutz zu bieten, erreichen jedoch nicht alle Bedürftigen. Von Wolffersdorff plant, gemeinsam mit Feuerwehr und Sozialdiensten Menschen in ihren Wohnungen zu besuchen, die unter Kälte leiden. Diese Initiativen zeigen, wie wichtig es ist, dass Hilfe schnell und gezielt ankommt.

Der Kontext des Krieges

Der Krieg in der Ukraine begann am 24. Februar 2022, als Russland mit Panzern und Artillerie über die Grenze marschierte. Dieser Angriff wird als Krieg gegen einen demokratischen und souveränen Staat betrachtet, und die Zivilbevölkerung leidet unter den massiven Drohnen- und Raketenangriffen auf die Energieinfrastruktur. Laut der United Nations Human Rights Monitoring Mission in Ukraine starben bis Ende 2025 mehr als 14.500 Zivilisten, darunter über 760 Kinder. Die humanitäre Krise ist unermesslich, und zehntausende Menschen haben die besonders betroffenen Gebiete verlassen.

Deutschland spielt eine aktive Rolle in der Unterstützung der Ukraine, sowohl politisch als auch humanitär. Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Notwendigkeit betont, die Ukraine in ihrem Freiheitskampf zu unterstützen, während sein Vorgänger, Olaf Scholz, eine „Zeitenwende“ in der deutschen Außenpolitik ankündigte. Bis Mitte Februar 2026 leistete Deutschland bilaterale zivile Unterstützung in Höhe von 39 Milliarden Euro und militärische Hilfe in Höhe von etwa 55 Milliarden Euro. Diese umfassenden Maßnahmen verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Menschen in der Ukraine beizustehen und ihnen in dieser schweren Zeit zu helfen.

Die Initiative der Grünen Andorf und die Hilfsaktionen in Berlin sind Teil eines größeren Bildes, in dem Solidarität und Unterstützung für die Ukraine und ihre Bürger an erster Stelle stehen. Es bleibt zu hoffen, dass die internationale Gemeinschaft weiterhin aktiv bleibt und den betroffenen Menschen hilft, ihre Lebenssituation zu verbessern.