Heute ist der 2.04.2026 in Schärding, und die aktuelle Kriminalstatistik bringt sowohl positive als auch herausfordernde Nachrichten für den Bezirk. Die Aufklärungsquote der Polizei liegt bei beeindruckenden 70,8 Prozent, was Schärding den ersten Platz in Oberösterreich sichert. Diese Quote übertrifft die österreichweite Aufklärungsquote von 53,6 Prozent und die von Oberösterreich, die bei 60,7 Prozent liegt. Mit 1.316 aufgeklärten Fällen von insgesamt 1.858 Straftaten zeigt sich die Polizei als äußerst erfolgreich, trotz eines Anstiegs der Straftaten um 8,1 Prozent im Vergleich zu 2024.
Herbert Kirchberger, der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant und Kriminaldienstreferent, äußert Stolz auf die Leistungen seiner Mitarbeiter. Er hebt hervor, dass regelmäßige Schulungen und Spezialisierungen der Polizeibeamten im Bezirk maßgeblich zu dieser hohen Aufklärungsquote beitragen. Trotz des Anstiegs der angezeigten Fälle, der sich innerhalb der langjährigen Schwankungsbreite bewegt, bleibt Schärding ein sicherer Bezirk in Österreich.
Anstieg der Delikte
Die Gesamtkriminalität im Bezirk Schärding ist im Jahr 2023 um rund 8 Prozent gestiegen. Die Polizei hat in diesem Zeitraum 1.879 Gerichtsdelikte an Staatsanwaltschaften angezeigt, was 146 mehr als im Vorjahr bedeutet. Die Aufklärungsquote der Delikte ist jedoch ebenfalls um 4,8 Prozent gestiegen und liegt nun bei 62,1 Prozent, was Schärding den fünfthöchsten Wert in Oberösterreich verleiht.
Besonders bemerkenswert ist der Anstieg bei Delikten gegen fremdes Vermögen und gegen Leib und Leben. Dennoch gibt es positive Entwicklungen: Einbrüche in Wohnhäuser und Wohnungen sind von 20 auf 15 zurückgegangen. Auch wurden 67 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Cybercrime als Herausforderung
Trotz der positiven Entwicklungen gibt es nach wie vor große Herausforderungen, insbesondere im Bereich Cybercrime. Die Zahlen bleiben auf hohem Niveau, und es gibt eine hohe Dunkelziffer, da viele Betroffene aus Scham oder aufgrund geringer Schadenshöhen solche Delikte nicht anzeigen. Die Polizei im Bezirk Schärding hat jedoch zahlreiche ausgebildete Cybercrime-Ermittler, die sich dieser Herausforderung annehmen. Juristische Hürden bei Ermittlungen in afrikanischen und asiatischen Ländern erschweren die Aufklärung zusätzlich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Bezirk Schärding trotz eines Anstiegs der Straftaten und den Herausforderungen durch Cybercrime weiterhin als einer der sichersten Bezirke in Österreich gilt. Die Polizei bleibt durch ihre gezielte Fortbildung und Spezialisierung gut aufgestellt, um die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen und die hohe Aufklärungsquote zu halten. Für weitere Informationen zu diesem Thema, besuchen Sie die ausführlichen Berichte über die Kriminalstatistik hier und hier.



