Die Bezirkssporthalle in Schärding war am 14. Februar 2026 ein pulsierendes Zentrum für die Jägerschaft. Über 530 Jägerinnen und Jäger aus dem Bezirk kamen zusammen, um am diesjährigen Bezirksjägertag teilzunehmen. Bezirksjägermeister Alois Selker hieß die Anwesenden herzlich willkommen und begrüßte dabei auch eine Reihe von Ehrengästen aus der Politik und Verwaltung, darunter Landtagsabgeordneter Florian Grünberger, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Ernst Maier und Bezirksbauernkammer-Obmann Franz Höller. Unter dem Motto „Weil Jagd mehr ist!“ wurde ein facettenreiches Programm geboten, das von Julia Selker, der Tochter des Bezirksjägermeisters, moderiert wurde.
Die Veranstaltung begann mit einem ehrenden Totengedenken für die verstorbenen Weidmänner des Bezirks, was die Gemeinschaft und den Respekt der Jägerschaft eindrucksvoll verdeutlichte. In seinem Bericht sprach Selker über das nahezu abgeschlossene Jagdjahr und die erfolgreiche Erfüllung der Abschusspläne. Rudolf Auinger, ein weiterer Redner des Tages, beleuchtete die vorbildliche Umsetzung der Abschusspläne im Bezirk Schärding und stellte das notwendige Gleichgewicht zwischen Wald und Wild in den Vordergrund.
Ehrungen und Fachvorträge
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung verdienter Jäger, die für 50-jährige Jagdausübung mit dem goldenen Bruch ausgezeichnet wurden. Auch für 60- und 70-jährige Jagdausübung gab es weitere Auszeichnungen. Diese Ehrungen zeugen von der langen Tradition und dem hohen Engagement in der Jägerschaft des Bezirks.
Ein Fachreferat von Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner stellte moderne Technologien in der Jagd vor. Sieghartsleitner sprach über die Chancen und Risiken technischer Entwicklungen, insbesondere die Nutzung von Nachtzieltechnik. Dabei mahnte er die Anwesenden zur Weidgerechtigkeit und zu ethischen Grundsätzen in der Jagd, was für die Zukunft der Jagd von großer Bedeutung ist.
Aktuelle Entwicklungen in der Jagd
Für weitere Informationen zur Jagd im Bezirk Schärding können Interessierte auf die Webseite der Österreichischen Landesjägerschaft zugreifen, die regelmäßig aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten veröffentlicht. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass die bundesweite Jagdstatistik jährlich erstellt wird. Diese Erhebung erfolgt durch Bezirksverwaltungsbehörden und Landesjagdverbände und umfasst Abschüsse sowie Wildtierverluste einzelner Haar- und Federwildarten. Allerdings fließen nur eine bestimmte Auswahl an Wildtierarten in die Statistik ein, nicht alle bejagten Arten.
Die Regelungen des Jagdwesens unterliegen den Landesgesetzen, die in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich sind. So sind die regionalen Jagdjahre zeitlich unterschiedlich abgegrenzt: In Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien gilt das Kalenderjahr, während in den übrigen vier Bundesländern das Jagdjahr vom 1. April bis 31. März läuft. Diese Unterschiede sind für Jäger essenziell, um ihre Aktivitäten entsprechend zu planen und den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden.
Der Bezirksjägertag in Schärding hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Austausch innerhalb der Jägerschaft ist. Mit einem Blick auf die Zukunft und den Einsatz moderner Technologien bleibt zu hoffen, dass die Tradition der Jagd weiterhin im Einklang mit der Natur gepflegt wird. Weitere Informationen finden Sie auch in der umfassenden Jagdstatistik.