Ein neuer Abschnitt für einen Traditionsbetrieb: Die Weissengruber Möbelproduktion e.U. aus Ried in der Riedmark gehört seit dem 11. Juni 2025 zur renommierten Scheschy-Gruppe aus Neufelden. Damit wird aus Weissengruber die Weissengruber Möbelmanufaktur GmbH, die weiterhin eigenständig bleibt und den engen Kontakt zu ihren Kunden pflegt. Die Familie Weissengruber wird trotz der Übernahme weiterhin aktiv im Unternehmen mitmischen.

Gerhard Scheschy, der als Geschäftsführer die Zügel in die Hand nimmt, hat bereits große Pläne für die Zukunft. Die Weissengruber Möbelmanufaktur versorgt den exklusiven Möbelfachhandel und richtet Hotels im gehobenen Segment ein. Maßgeschneiderte Möbel stehen hier an erster Stelle, was die enge Verbindung zwischen traditionellem Handwerk und modernster Technik unterstreicht.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Ein weiterer Vorteil dieser Partnerschaft: Scheschy will Synergien nutzen, indem ab 2024 Ressourcen in den Bereichen Einkauf, Buchhaltung und Lohnverrechnung gebündelt werden. Das soll nicht nur Prozesse optimieren, sondern auch Kostensenkungen ermöglichen und den Kunden das Gefühl „alles aus einer Hand“ zu geben. Durch diese Maßnahmen erhält die Weissengruber Möbelmanufaktur eine zukunftsfähige Struktur.

Die Scheschy-Gruppe feiert in diesem Jahr zudem ihr 70-jähriges Bestehen und hat sich im Laufe der Jahre als verlässlicher Partner im Gesundheits-, Office- und öffentlichen Bereich etabliert. Mit fast 300 Mitarbeitern ist das Unternehmen gut aufgestellt und will jetzt auch die Qualitätsansprüche der Weissengruber-Kunden erfüllen.

Nachhaltigkeit und Regionalität im Fokus

Bei Weissengruber wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. Das Familienunternehmen lebt Verantwortung für die Region und setzt auf Partnerschaften mit österreichischen Lieferanten. Mit rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betont das Unternehmen die Liebe zum Detail und die Kundenorientierung. Diese Werte sind ganz im Sinne der Familie und werden auch unter der neuen Schirmherrschaft von Scheschy fortgeführt, schrieben die Unternehmensvertreter in einer Pressemitteilung von Weissengruber.

Insgesamt zeigt der Wandel auch die Herausforderungen, vor denen die österreichische Möbelindustrie steht. Trotz der Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie, Materialknappheit und steigende Inflation wächst der Export—wie die Branchenanalysen zeigen. So verzeichnete die Branche im ersten Halbjahr 2022 einen Exportzuwachs von 20,5 Prozent auf 676,6 Millionen Euro, wobei die gute Qualität und Individualisierbarkeit der Möbel „made in Austria“ immer mehr an Beliebtheit gewinnen, wie holztindustrie.at berichtet.

Der Cocooning-Effekt, der ein verstärktes Bedürfnis nach einem gemütlichen Zuhause beschreibt, wird von den Konsumenten ebenfalls stärker wahrgenommen und wirkt sich positiv auf die Nachfrage aus. So könnte die Weissengruber Möbelmanufaktur unter dem neuen Dach der Scheschy-Gruppe als wertvoller Partner in dieser dynamischen Branche aktiv bleiben und die Wünsche ihrer Kunden erfüllen.