In Ried im Innkreis fand kürzlich eine Zuchtrinderversteigerung statt, die mit einem bemerkenswerten Angebot und einer raschen Versteigerung aufwartete. Bei dieser Veranstaltung wurden doppelt so viele Erstlingskühe vermarktet wie bei der letzten Versteigerung, was die hohe Nachfrage in diesem Bereich unterstreicht. Die Verkaufsquote lag bei beeindruckenden 99 Prozent, was zeigt, dass die Tiere bei den Käufern sehr geschätzt werden. Der Fokus lag insbesondere auf den Jungkühen, wobei deutlich mehr trächtige Kalbinnen und Erstlingskühe im Angebot waren als bei vorherigen Märkten. Die Mehrheit der versteigerten Tiere blieb im Verbandsgebiet, während einige Kühe über die Firma de Poda nach Italien exportiert wurden. Der Höchstpreis von 3.400 Euro wurde für eine Herzpower-Tochter vom Betrieb Schmid aus Münzkirchen erzielt, während insgesamt 200 trächtige Kalbinnen zu einem Durchschnittspreis von rund 3.100 Euro versteigert wurden. Die meisten dieser Kalbinnen fanden über die Firmen Klinger und Schalk ihren Weg nach Algerien, ergänzt durch Ankäufe nach Bosnien, Spanien und Italien. Ein genetisch hornloser Stier, Dolomit Pp, wurde für 6.200 Euro vom Betrieb Hubert Schrems aus Mettmach von der Besamungsstation Oberösterreich angekauft. Die nächste Zuchtrinderversteigerung in Ried ist für den 10. März geplant und laut dem Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel bieten die hohen Nachfrage und die guten Vermarktungschancen eine positive Perspektive für die Zukunft. Weitere Details finden Sie in diesem Artikel.
Marktentwicklung und Trends
Die letzte Zuchtrinderversteigerung des Jahres 2024 fand am 3. Dezember in Ried statt, und die Preise entsprachen den Erwartungen. Bis auf zwei Tiere wurden alle verkauft, was die Stabilität des Marktes unterstreicht. Ein hornloser Wondreb Pp-Sohn wechselte für € 7.000,- den Besitzer und wurde von der Oö. Besamungsstation GmbH erworben. Alle für Natursprung angebotenen Stiere waren genetisch hornlos, was der Nachfrage nach hornloser Genetik Rechnung trägt. Auch die Versteigerung der Jungkühe verlief zügig, und alle Kühe fanden einen Käufer. Die höchsten Preise lagen bei einer Holowitz-Tochter, die für € 2.620,- versteigert wurde. Der Durchschnittspreis für trächtige Kalbinnen belief sich auf € 2.137,-. Es ist zu beachten, dass die Exporte aufgrund der Blauzungenkrankheit in der Vergangenheit zurückgegangen sind, jedoch in den letzten Wochen wieder Ankäufe für Exporte nach Bosnien und Spanien verzeichnet wurden. Die nächste Zuchtrinderversteigerung in Ried ist bereits für den 9. Januar 2025 geplant. Weitere Informationen finden Sie in diesem Bericht.
Preistrends und Herausforderungen
Ein Blick auf die Marktentwicklung zeigt, dass im letzten Quartal 2025 die Preise für abgekalbte Färsen leicht rückläufig waren. Diese Entwicklung wird auf sinkende Milchpreise und einen geringeren Bedarf an Remontierungsfärsen zurückgeführt. Der Durchschnittspreis für Zuchtbullen betrug im 4. Quartal 2025 rund 3.105 Euro. Monatliche Milchvieh-Auktionen in Deutschland zeigen, dass die Tierzahlen und Durchschnittspreise vom Bundesverband Rind und Schwein e.V. erfasst und veröffentlicht werden. Im dritten Quartal 2025 hielten sich die Preise auf hohem Niveau, während die Stückzahlen im Juli 2025 am geringsten waren, jedoch der Durchschnittspreis mit 3.117 Euro am höchsten. Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Blauzungenkrankheit (BTV-3) erhebliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit in Milchviehbeständen hatte, was die Marktlage zusätzlich beeinflusste. Günstige Witterungsbedingungen führten zu hohen Erkrankungsraten und Problemen bei Kalbung und Besamung. Trotz der Herausforderungen bleibt die Inlandsnachfrage stark und sichert somit gute Auktionspreise. Für genauere Statistiken und Analysen besuchen Sie diese Seite.