Im Innviertel, genauer gesagt in Ried im Innkreis, fand vom 6. bis 8. Februar 2026 ein spannendes Rollstuhltennisturnier statt, das von UTC Fischer Ried veranstaltet wurde. Es war die Premiere der Wheelchair Tennis Tour Austria powered by Coloplast und lockte insgesamt 18 Spieler:innen aus ganz Österreich an. Die hohe Spielqualität und die Motivation der Teilnehmer:innen während der Vorrunde sorgten für eine mitreißende Atmosphäre, die sowohl Spieler als auch Zuschauer begeisterte. Der Turnierstart fiel auf einen Freitag, an dem die Vorrunde des Einzelhauptbewerbs ausgetragen wurde.

Am Samstag standen die Viertelfinalspiele im Haupt- und Nebenbewerb auf dem Programm. Ein besonderes Highlight waren die Doppelmatches, die in einem speziellen Spielmodus stattfanden. Den Löffler-Doppelbewerb konnten Wolfdietrich Fritz und Hannes Froschauer für sich entscheiden, indem sie im Finale gegen Christof Kalivoda und Gebhard Schweiger triumphierten. Der Samstagabend war dann ganz dem geselligen Beisammensein gewidmet, was den Zusammenhalt unter den Spieler:innen stärkte.

Packende Finalspiele und herausragende Leistungen

Der Sonntag war schließlich dem Höhepunkt des Turniers vorbehalten: den Halbfinal- und Finalspielen des Einzelhaupt- und -Nebenbewerbs. Die Zuschauer:innen erlebten packende Ballwechsel und beeindruckende Leistungen, die für einige Gänsehautmomente sorgten. Nach den Finalspielen fand die Siegerehrung statt, bei der Gebhard Schweiger als Sieger des Hauptbewerbs und Hannes Froschauer als Sieger des Nebenbewerbs ausgezeichnet wurden. Insgesamt wurde das Turnier als voller Erfolg und sportliches Highlight in Erinnerung behalten und zeigt eindrucksvoll, wie lebendig der Rollstuhltennis-Sport in Österreich ist.

Die Wheelchair Tennis Tour Austria hatte bereits zuvor einen erfolgreichen Auftakt gehabt, als die erste Veranstaltung am 15. und 16. Juni 2024 in Leibnitz stattfand. Im STTV-Landesleistungszentrum traten die Athleten bei wechselhaften Wetterbedingungen an. Martin Hörz-Weber sicherte sich im Einzel-Finale gegen Wolfdietrich Fritz, der ebenfalls ohne Satzverlust ins Finale kam, mit einem klaren 6:1, 6:1 den ersten WTTA-Pokal der Saison. Im Doppel-Finale triumphierten Fritz und Günther Koch über Martin Strassnig und Peter Tackner in einem spannenden Match. Diese Veranstaltungen verdeutlichen die kontinuierliche Entwicklung und den wachsenden Stellenwert des Rollstuhltennis in Österreich.

Engagement und Förderung des Rollstuhltennis

Der Österreichische Behindertensportverband (ÖBSV) spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung des Breitensports, insbesondere im Rollstuhltennis. Er bietet eine Vielzahl von Maßnahmen zur Unterstützung, darunter Schnupperwochen, Sportcamps und Trainingskurse. Jährlich organisiert der ÖBSV über 150 Sportveranstaltungen, die den Austausch und die Integration von Athleten mit Behinderungen fördern. Die Partnerschaft mit GRAWE als neuem Sponsor zielt darauf ab, die Sichtbarkeit und Anerkennung von Athleten mit Behinderungen weiter zu steigern. Stefan Schuh vom ÖTV betont die Bedeutung solcher Partnerschaften für die Rollstuhltennis-Athleten und dankt den Sponsoren sowie dem ÖBSV für ihre Unterstützung der WTTA-Turnierserie.

Mit Blick auf die Zukunft stehen bereits weitere Turniere auf dem Programm, darunter das nächste WTTA-Turnier vom 12. bis 14. Juli in Klagenfurt und die Österreichischen Staatsmeisterschaften vom 4. bis 7. Juli in Oberpullendorf/Lutzmannsburg. Der Rollstuhltennissport in Österreich blickt also auf eine vielversprechende Zukunft, in der Athleten mit Behinderungen weiterhin gefördert und gefeiert werden.