Nachdem die Rieder Faschingsbegeisterten zwei Jahre auf ihren Umzug warten mussten, war es am Sonntag, dem 28. Januar 2026, endlich so weit: Die Landjugend Ried organisierte erneut einen bunten Faschingsumzug, der durch die Straßen der Stadt zog. Dieser Umzug, der nach einer Pause aufgrund der Corona-Pandemie stattfand, wurde mit viel Enthusiasmus und Kreativität vorbereitet. 17 Wägen und zwei Fußtruppen sorgten für eine fröhliche Atmosphäre und zeigten eine Vielzahl von ausgefallenen Themen.
Der Umzug begann kurz nach 14 Uhr und wurde von einem prächtigen Pferdegespann mit dem Obernberger Prinzenpaar angeführt. Die Themen der Wägen waren so vielfältig wie die Teilnehmer selbst. Von Après-Ski über Notaufnahme bis hin zu „Ab nach Malle“ und Wikinger – die Fantasie der Landjugend kannte keine Grenzen. Besonders hervorzuheben ist der Wagen der Landjugend Tumeltsham, der unter dem Motto „Tumeltshams Next Topmodel“ auftrat. Auch die Jugendlichen aus Eitzing stellten einen Saunaclub-Wagen vor, der für einige Lacher sorgte. Die Landjugend Schildorn kündigte zudem ihr 75-jähriges Jubiläum für 2027 an, indem sie einen eigenen Maibaum mitbrachte.
Ein kreatives Spektakel
Unter den Wägen wurde der kreativste von der Landjugend St. Georgen/Weilbach/Mörschwang gekürt, die mit ihrem Motto „Wickie und die starken Männer“ die Jury überzeugte. Clowns sorgten während des Umzugs für zusätzliche Unterhaltung, und die gesamte Veranstaltung fand ihren Höhepunkt in einer Feier in der Versteigerungshalle des Fleckviehzuchtverbands Inn- und Hausruckviertel. Landjugend-Leiter Tobias Einfinger zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Umzugs und der Aftershowparty.
Die Organisation des Umzugs war eine Herausforderung, insbesondere weil die Vorbereitungen in nur zwei Monaten auf die Beine gestellt werden mussten. Dies führte dazu, dass weniger Wägen als in den Jahren zuvor teilnehmen konnten. Für zukünftige Umzüge ist jedoch eine längere Vorlaufzeit geplant, um die Zahl der Teilnehmer zu erhöhen. Der nächste Umzug in Ried wird voraussichtlich in zwei Jahren stattfinden.
Fasching im Kontext
Der Rieder Faschingsumzug ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern Teil einer viel größeren Tradition. Fastnacht, Karneval und Fasching sind Bräuche, die in vielen Kulturen gefeiert werden und die Zeit vor der Fastenzeit markieren. In Deutschland und Österreich wird dieser Brauch regional unterschiedlich bezeichnet und gefeiert, wobei Ried im Innkreis ein lebendiges Beispiel für die lokalen Feierlichkeiten darstellt. Die Wurzeln dieser Traditionen reichen bis zu den Vorläufern des Karnevals in Mesopotamien vor 5000 Jahren zurück. Auch die Saturnalien im alten Rom, bei denen Rollentausch und öffentliche Gelage gefeiert wurden, finden ihren Platz in der Geschichte dieser Feste.
Der Karneval ist eine Zeit des Feierns, des Ausgelassenseins und der Gemeinschaft, und der Rieder Umzug bildet da keine Ausnahme. Er zieht nicht nur Einheimische an, sondern auch Besucher aus der Umgebung und darüber hinaus. Anmeldungen für den nächsten Umzug sind bereits eingegangen, und auch Fußgruppen sind herzlich willkommen. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, mit zahlreichen Verpflegungsständen, die die Besucher mit köstlichen Speisen versorgen.
Wer mehr über die Hintergründe und die Bedeutung der Faschingszeit erfahren möchte, kann sich auf der Wikipedia-Seite zum Thema Karneval, Fastnacht und Fasching informieren. Dort finden sich interessante Einblicke in die vielfältigen Bräuche und Traditionen, die in dieser festlichen Zeit zelebriert werden.
Insgesamt zeigt der Rieder Faschingsumzug, wie viel Freude und Gemeinschaftsgeist in solch traditionellen Veranstaltungen steckt, und wir können uns schon auf die nächste Auflage freuen!