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In Ried im Innkreis zeigt sich ein beispielhaftes Projekt, das die Integration von Schülern mit Beeinträchtigungen in die Gesellschaft fördert. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Adalbert-Stifter-Schule und dem Gastronomiebetrieb „Die Giesserei“ sammeln Schüler der Förderklasse 6f wöchentlich eine Stunde Praxiserfahrung in der Gastronomie. Hier übernehmen die Jugendlichen praktische Aufgaben, die im Betrieb anfallen, und haben die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Erfolgserlebnisse zu erfahren. Unterstützt werden sie dabei von einer Schulassistentin, die ihnen Sicherheit gibt und Hilfestellungen leistet.

Diese Initiative ist Teil eines größeren Plans, der Schülern nicht nur praktische Fähigkeiten vermittelt, sondern auch soziale Kompetenzen stärkt. Die regelmäßige Präsenz im Gastronomiebetrieb hilft den Jugendlichen, ihre Stärken zu erkennen und auszubauen. Zudem fördert dieser Ansatz die soziale Inklusion, die in Deutschland und Österreich nach wie vor eine wichtige Herausforderung darstellt.

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Nachmittagsbetreuung an der Stifterschule

Die Adalbert-Stifter-Schule bietet zudem eine Nachmittagsbetreuung, die von Montag bis Donnerstag von Unterrichtsende bis 16.00 Uhr stattfindet. Diese Betreuung umfasst eine unterstützte Lernzeit für Hausaufgaben sowie verschiedene Freizeitaktivitäten, die von Lehrerinnen, Lehrern und Freizeitbetreuern geleitet werden. Die Nachmittagsbetreuung beginnt in der ersten Schulwoche und endet in der letzten Schulwoche. Die Kosten belaufen sich auf 53 € pro Monat für 1-2 Tage pro Woche und 80 € pro Monat für bis zu 4 Tage pro Woche (ohne Mittagessen). Bei Fragen können interessierte Eltern die Durchwahl 4751 wählen oder eine E-Mail an office[at]stifterschule.at senden.

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Einblick in die inklusive Bildung

Die Bemühungen um inklusive Bildung sind nicht nur lokal, sondern auch auf nationaler Ebene von großer Bedeutung. Deutschland hat 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ratifiziert, die ein inklusives Bildungssystem fordert. Doch über 15 Jahre nach Inkrafttreten der UN-BRK zeigt die Bilanz der schulischen Inklusion, dass 55,9% der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schuljahr 2023/24 Förderschulen besuchen. Dieser Zustand steht im Widerspruch zum Ziel der UN-BRK, Kinder mit Behinderungen nicht vom allgemeinen Bildungssystem auszuschließen.

Die Exklusionsquote stagniert oder steigt in einigen Bundesländern, und die Aufrechterhaltung separierender Strukturen ist nicht konform mit der UN-BRK. Trotz des Anstiegs der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf von 6% im Schuljahr 2008/09 auf 7,6% im Schuljahr 2022/23 bleibt die Frage, wie eine echte inklusive Bildung aussehen kann. Ein inklusives Schulsystem würde gleichwertige Teilhabe im Bildungssystem ermöglichen und könnte als Indikator für soziale Gerechtigkeit betrachtet werden.