Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) in Ried ist mit einem positiven Ergebnis zu Ende gegangen. Laut meinbezirk.at hat die Stadtgemeinde die Besucherzahlen der verschiedenen Veranstaltungen als sehr erfreulich erachtet. Umwelt-Stadtrat Lukas Oberwagner betonte die große Beteiligung und die Vielfalt an Angeboten, die von der Stadt und den beteiligten Organisationen auf die Beine gestellt wurden.

Zu den Höhepunkten gehörte eine Radtour am Sonntag in die umliegenden Gemeinden, die über zehn Teilnehmer zählt. Dies zeigt nicht nur die Leidenschaft der Bürger für nachhaltige Mobilität, sondern auch das Interesse an der Schaffung sicherer Radwege. Unterstützung kam vom Organisationsteam, zu dem unter anderem Eva Frauscher von der Umweltabteilung sowie Vertreter des Regionalmanagements OÖ und der Klima- und Energiemodellregion Inn-Hausruck gehörten.

Vielseitige Events und neue Radwege

In dieser Woche wurden zahlreiche Veranstaltungen rund um die Themen Rad- und Fußwegausbau, Stadt-Land-Verbindungen und Begrünung in der Innenstadt angeboten. Ein besonders gut besuchtes Event war das Pop-Up Repair Café, wo 15 Fahrräder repariert wurden. Zusätzlich wurde am Sonntag ein neuer Radweg am Klaus-Roitinger-Stadion eingeweiht, welcher Teil der gewässerökologischen Aufwertung ist. Dieser wurde von Bürgermeister Bernhard Zwielehner und Vizebürgermeister Thomas Dim offiziell eröffnet.

Ein weiteres Highlight war ein Vernetzungstreffen in der Team 7-Welt, bei dem Andreas Dengg einen Vortrag über „Reloaded Cargobikes“ hielt. Darüber hinaus fanden am Montag unter dem Motto „Blühende Straßen“ kreative Aktionen von Schulen am Wohlmayrplatz statt, die den Platz mit Blumen und Grün bereicherten. Eva Frauscher äußerte sich zufrieden mit dem Programm der Themenwoche und ist bereits in der Planungsphase für das nächste Jahr.

Das große Ganze der Mobilitätswoche

Die Europäische Mobilitätswoche fand in diesem Jahr vom 16. bis 22. September statt und wird von der Europäischen Kommission seit 2002 veranstaltet. Jährlich nehmen über 2.500 Städte teil, und das Motto „Mobilität für alle“ steht dabei im Mittelpunkt. Die Initiative fördert die Zugänglichkeit von Verkehrssystemen und bietet Städten die Möglichkeit, innovative Verkehrslösungen auszuprobieren, wie zum Beispiel die Umnutzung von Parkplätzen und Straßenraum oder das Testen von Elektrofahrzeugen. Es geht darum, Bürger zu informieren und ihnen nachhaltige Alternativen aufzuzeigen, wie das Umweltbundesamt berichtet.

Diese Aktionen sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern verbinden sich mit einer breiteren europäischen Bewegung, die nachhaltige städtische Mobilität vorantreiben möchte. Auch die nächste Veranstaltung im Zusammenhang mit diesen Themen steht bereits vor der Tür: die EU Urban Mobility Days, die vom 30. September bis 2. Oktober in Vilnius stattfinden werden.

Ein spannendes Jahr steht Ried bevor: Am 27. September 2025 wird das neue Biomasseheizwerk in Riedersbach eröffnet, das über 80% CO₂-neutrale Wärme aus regionaler Biomasse bereitstellt und damit rund 850 Kundenanlagen in Ostermiething und St. Pantaleon versorgt.

Die Europäische Mobilitätswoche in Ried war somit nicht nur ein voller Erfolg, sondern auch ein Schritt weiter zu einer umweltbewussteren und nachhaltigeren Zukunft.