Am 7. Februar 2026 fand im Rieder OÖV-Saal der Bezirksjägertag statt, ein bedeutendes Event für die Jägerschaft im Bezirk Ried im Innkreis. Bezirksjägermeister Andreas Gasselsberger eröffnete die Veranstaltung und betonte die Verantwortung der Jäger sowie die kulturelle Bedeutung der Jagd. Im Bezirk Ried sind derzeit über 1.000 Jäger aktiv, darunter 920 Männer und 113 Frauen. Der steigende Frauenanteil in der Jägerschaft wurde als positive Entwicklung hervorgehoben, was die Diversität und die Zukunft der Jagd betrifft.

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Kommunikation der Jagd in der Gesellschaft. Es wurden Anstrengungen unternommen, um die Jagd transparenter zu gestalten. Ein Beispiel hierfür ist die Aktion „Natur, Jagd und Tradition“ in der Weberzeile, die von der Bevölkerung positiv aufgenommen wurde. Bezirksforstinspektor Rudolf Auinger berichtete zudem über die Begehungen des Jahres 2025, in denen der Abschussplan übererfüllt wurde und keine Bewertungen der Stufe drei, also hoher Verbiss, festgestellt wurden. Auinger dankte der Jägerschaft für ihren unermüdlichen Einsatz.

Ehrungen und Auszeichnungen

Ein weiterer Höhepunkt des Bezirksjägertags war die Ehrung langjähriger Mitglieder der Jägerschaft. Landtagspräsident Max Hiegelsberger und Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner überreichten Auszeichnungen an verdiente Jäger. Unter den Geehrten waren Adolf Pichler, Josef Schneglberger, Rudolf Buttinger und August Lederbauer, die für 50 Jahre Jagdausübung mit dem Goldenen Bruch ausgezeichnet wurden. Felix Gurtner, Georg Puttinger, Max Pirkl und Ferdinand Schrattenecker wurden für 60 Jahre Jagdausübung geehrt. Zudem erhielten Georg Buttinger und Rudolf Wimmer Ehrenurkunden für 18 Jahre als Jagdleiter.

Auch Bürgermeister Bernhard Zwielehner nutzte die Gelegenheit, um der Jägerschaft für ihre wertvolle Arbeit in der Pflege von Wild und Wald sowie für ihr Engagement in der Nachwuchsarbeit zu danken. Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer würdigte die Verantwortung der Jägerschaft und sprach die Herausforderungen an, die durch das neue Jagd- und Waffengesetz entstehen. Christoph Schneiderbauer von der Bezirksbauernkammer hob die bedeutende Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jagd hervor, die für den Erhalt der Kulturlandschaft unerlässlich ist.

Die Rolle der Jägerschaft im Naturschutz

Die Jägerschaft spielt eine entscheidende Rolle im Bereich Wild- und Naturschutz. Laut Auswertungen investieren viele Jäger erhebliche Zeit in Wildschutzmaßnahmen. Etwa 25 % der befragten Jäger geben an, pro Monat mehr als 20 Stunden in diesen Bereich zu investieren. Diese Anstrengungen summieren sich hochgerechnet auf über 40.000 Arbeitsstunden pro Monat in Tirol allein, was zeigt, wie wichtig die freiwillige Arbeit der Jäger für den Erhalt der Natur ist. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Jagd nicht nur Tradition, sondern auch eine Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft darstellt (Quelle).

Insgesamt verdeutlicht der Bezirksjägertag die vielfältigen Facetten der Jägerschaft im Bezirk Ried. Die Verbindung von Tradition und modernen Herausforderungen, wie der steigenden Bedeutung von Naturschutz und gesellschaftlicher Kommunikation, zeigt, dass die Jagd weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Kultur und Landschaft ist. Die Veranstaltung am 7. Februar war somit nicht nur ein Rückblick auf Leistungen, sondern auch ein Ausblick auf die zukünftigen Aufgaben und Entwicklungen in der Jägerschaft.

Für weitere Informationen zu den Themen Jagd und Naturschutz können Sie die vollständigen Berichte in den Artikeln auf MeinBezirk und Tips nachlesen.