Was sich da in Ried im Innkreis anbahnt, kommt ganz schön groß raus! Die ÖBB hat bekannt gegeben, dass der Umbau des Bahnhofs zwischen 2025 und 2029 das Stadtbild und die Mobilität grundlegend verändern wird. Mit einem offiziellen Spatenstich am 1. Oktober 2025 wird der Startschuss für eine umfassende Modernisierung gegeben. Ziel ist es, den Bahnhof für den wachsenden Bahnbetrieb attraktiver zu gestalten und die Reisebedingungen für alle Fahrgäste zu verbessern. Die Investition von rund 96,9 Millionen Euro, aufgebracht von ÖBB, dem Land Oberösterreich und der Stadtgemeinde Ried, zeigt, dass hier wirklich ein gutes Händchen bewiesen wird, um Ried auf die Schiene der Zukunft zu bringen.
Doch was genau wird unternommen? Das Projekt sieht zahlreiche Maßnahmen vor, darunter technische Verbesserungen der Bahnanlagen, die Umgestaltung des Vorplatzes, barrierefreie Zugänge sowie die Schaffung eines neuen Parkdecks mit 100 Park-&-Ride-Stellplätzen. Besonders nennenswert sind die zwei neuen niveaugleichen Inselbahnsteige – ausgestattet mit einem modernen Informationssystem und über Aufzüge und Treppen erreichbaren Zugängen. Auch die Fuß- und Radwege kommen nicht zu kurz, denn die Unterführung „Eberschwanger Straße“ wird verbreitert, um den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht zu werden.
Umbau mit Weitblick
Die Maßnahmen sind nicht nur lokal bedeutend. Wie die deutschebahn.com berichtet, läuft auch in ganz Österreich und Deutschland ein großes Infrastrukturprogramm, das darauf abzielt, Bahnhöfe und Gleise auf Vordermann zu bringen. Ried ist somit Teil eines umfassenden Modernisierungsprozesses, der die Schieneninfrastruktur in den kommenden Jahren aufwertet.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Der bestehende Bahnhof wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der direkt neben dem Busterminal entsteht. Dies ermöglicht einen kurzen Zugang zu den Bahnsteigen, was für Pendler eine wesentliche Verbesserung darstellt. Im neuen Empfangsgebäude sind Wartebereiche, Toiletten und Fahrkartenautomaten vorgesehen, ergänzt durch ein über 86 Meter langes Photovoltaik-Glasdach auf den Bahnsteigen.
Herausforderungen während der Bauarbeiten
Natürlich kommen mit solch einem großen Umbau auch Herausforderungen. Die Bauarbeiten finden größtenteils während des laufenden Betriebs statt, was bedeutet, dass gelegentliche Sperren notwendig werden. Voraussichtlich wird es während der Semesterferien 2026 und in den Sommerferien 2027 sowie 2028 zu Einschränkungen im Bahnbetrieb kommen. Für die Passagiere wird die ÖBB jedoch Schienenersatzverkehr anbieten, um Mobilitätsengpässe abzufedern.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ried im Innkreis steht vor einem spannenden Umbau, der nicht nur den Bahnhof, sondern die gesamte Region nachhaltig aufwerten wird. Durch die Elektrifizierung und Modernisierung der Innkreisbahn wird nicht nur der Bahnverkehr stabilisiert, sondern auch die Lebensqualität in und um Ried verbessert. Damit ist klar, Ried hat die Weichen auf Zukunft gestellt!