Die Raiffeisen Arena in Linz hat nicht nur die Sportlandschaft der Stadt bereichert, sondern auch einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Mehrwert für Oberösterreich und Linz geschaffen. Eine aktuelle Studie von SLC Management zeigt auf, dass die jährliche Wertschöpfung durch die Sportstätte beeindruckende 128,8 Millionen Euro beträgt. Diese Zahlen wurden im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert, bei der unter anderem Landeshauptmann Thomas Stelzer, Raiffeisenlandesbank-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer und LASK-Geschäftsführer Siegmund Gruber anwesend waren. Die Studie untersucht die Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, darunter Tourismus, Gastronomie und Steuereinnahmen. Hier finden Sie die detaillierte Studie.
Ein entscheidender Punkt in der Diskussion war die einmalige Wertschöpfung, die durch den Bau der Raiffeisen Arena generiert wurde, mit etwa 140 Millionen Euro. Im Vergleich dazu bringt das Stadion von Fortuna Düsseldorf, welches eine größere Kapazität hat, 130,1 Millionen Euro pro Jahr. Dies zeigt, dass die Raiffeisen Arena, die 2023 eröffnet wurde und 19.080 Plätze bietet, nicht nur ein Sportort, sondern auch ein wirtschaftliches Kraftzentrum ist.
Wirtschaftliche Effekte und Beschäftigung
Die Studie beschreibt, wie durch den Spielbetrieb 186 direkte Arbeitsplätze entstehen, und an Spieltagen sind es sogar 520 zusätzliche Arbeitskräfte, die in verschiedenen Bereichen beschäftigt werden. Besonders bemerkenswert sind die Auswirkungen auf die Gastronomie und Hotellerie: Rund 20 Millionen Euro Wertschöpfung jährlich werden hier erzielt. Die Verbindung von LASK-Spielen mit Übernachtungen zeigt sich auch in den 78.000 Nächtigungen im Großraum Linz, die etwa 7% aller Nächtigungen im Jahr 2024 ausmachen. Fast zwei Drittel der Gästefans übernachten in Linz, was die Stadt zusätzlich belebt. Weitere Informationen zur wirtschaftlichen Bilanz finden Sie hier.
Die Studie befragte 5.677 Stadionbesucher, und es stellte sich heraus, dass ein Viertel der Befragten vor oder nach dem Spiel in die Stadt geht. Dies trägt nicht nur zur Belebung des Stadtzentrums bei, sondern generiert auch einen zusätzlichen Umsatz von 22,3 Millionen Euro in der Region. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Stadionbesucher liegen dabei zwischen 80 und 90 Euro.
Langfristige Investitionen und Steuereffekte
Landeshauptmann Stelzer betonte die Notwendigkeit von Steuergeldern für Investitionen in das Stadion. Das Land Oberösterreich stellte 30 Millionen Euro für den Bau der Arena zur Verfügung, die sich in etwa acht Jahren durch die generierten Steuereinnahmen amortisieren sollen. Die Studie weist zudem auf jährliche Steuereffekte von 3,7 Millionen Euro hin. Dies zeigt, dass die Raiffeisen Arena nicht nur der Sportgemeinschaft, sondern auch der gesamten Region zugutekommt.
Der LASK wird in Umfragen als drittwichtigstes Assoziationsobjekt für Linz genannt, gleich nach der Donau und der Linzer Torte. Dies unterstreicht die starke Identifikation der Bevölkerung mit dem Verein, den 90 Prozent der LASK-Fans eng mit der Stadt Linz verbinden. Ohne den LASK müssten Linz und Oberösterreich jährlich rund 45 Millionen Euro für vergleichbare Werbung ausgeben, was die Bedeutung des Vereins für die lokale Identität und Wirtschaft zusätzlich verdeutlicht.
Insgesamt zeigen die Erkenntnisse der Studie eindrucksvoll, wie die Raiffeisen Arena als Motor der Wirtschaft für Linz und Oberösterreich fungiert. Die Verbindung von Sport, Tourismus und regionaler Wertschöpfung macht die Arena zu einem unverzichtbaren Bestandteil der oberösterreichischen Landschaft. Die zukünftigen Entwicklungen werden zeigen, wie sich dieser positive Trend fortsetzen lässt.