Am 27. Februar 2026 fand in Perg die Women’s Night der Raiffeisenbank statt, die unter dem Titel „Finanzielle Stärke & Leichtigkeit im Leben“ stand. Das Event hatte das Ziel, Frauen dazu zu ermutigen, finanzielle Entscheidungen bewusst und rechtzeitig zu treffen. In der gut besuchten Turnhalle konnten die Teilnehmerinnen wertvolle Impulse für ihre finanzielle Selbstbestimmung erhalten.

Ein Highlight des Abends war der Impulsvortrag von Michaela Keplinger-Mitterlehner, die die besonderen finanziellen Herausforderungen für Frauen thematisierte. Sie erklärte praxisnahe Beispiele zu Veranlagung und langfristigem Vermögensaufbau, um finanzielle Themen verständlich zu machen und Hemmschwellen abzubauen. Im Rahmen eines Podiumstalks, moderiert von Sabine Kronberger, diskutierten Expertinnen wie Judith Stadler und Reinhild Schober-Hohla über berufliche Entscheidungen, Teilzeitmodelle, rechtliche Vorsorge und finanzielle Verantwortung.

Wichtige Themen der finanziellen Bildung

Ingeborg Rauchberger, Juristin, Trainerin und Kabarettistin, sprach über den Einfluss der inneren Haltung und bewussten Entscheidungen auf den Lebensweg. Sie betonte die Wichtigkeit, Erfolge sichtbar zu machen und die eigene Stimme zu erheben. Die Veranstaltung bot nicht nur Vorträge, sondern auch Gelegenheiten zum persönlichen Austausch in geselliger Atmosphäre und behandelte Themen wie finanzielle Bildung, Selbstbestimmung und partnerschaftliche Verantwortung.

Die Fragen, die sich Frauen vor der Geldanlage stellen sollten, sind von zentraler Bedeutung. Dazu gehören: Wie viel Risiko bin ich bereit einzugehen? Wie lange möchte ich mein Geld anlegen? Und welche Ziele verfolge ich? Sicherheitsorientierte Anleger:innen können klassische Produkte wie Tagesgeld oder Festgeld in Betracht ziehen, während höhere Risiken durch Aktien, Fonds oder ETFs eingegangen werden können. Besonders beliebt sind ETFs aufgrund ihrer breiten Streuung und niedrigen Kosten. Ein langfristiger Anlagehorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren wird empfohlen, um von den Vorteilen der Märkte zu profitieren (Quelle: Verbraucherzentrale).

Altersvorsorge und finanzielle Planung

Die Altersvorsorge ist ein weiteres wichtiges Thema, insbesondere für Frauen aufgrund von Erwerbsbiografien und Gehaltsunterschieden. Hierbei sind die drei Säulen der Altersvorsorge – die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Altersvorsorge und die private Vorsorge – von großer Bedeutung. Ein früher Beginn der privaten Vorsorge ist ratsam, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren und die eigene finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. Auch die regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Geldanlage ist unerlässlich, um den persönlichen Bedürfnissen gerecht zu werden (Quelle: Verbraucherzentrale).

Besonders wichtig ist es, bei der Geburt eines Kindes die finanziellen Prioritäten neu zu setzen. Hierbei sind zusätzliche Kosten durch Kinderbetreuung zu berücksichtigen, und das Elterngeld ersetzt einen Teil des wegfallenden Einkommens. Zudem sollten Eltern frühzeitig über die finanzielle Vorsorge für ihr Kind nachdenken, sei es durch Testament oder Vormundschaftsregelung. Sparpläne für die Ausbildung des Kindes können ebenfalls eine gute Strategie sein, um langfristig für die Zukunft vorzusorgen (Quelle: Verbraucherzentrale).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Veranstaltungen wie die Women’s Night einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Bildung von Frauen leisten. Die Kombination aus praxisnahen Vorträgen und der Möglichkeit zum Austausch fördert nicht nur das Bewusstsein für finanzielle Themen, sondern unterstützt Frauen auch dabei, ihre eigene finanzielle Unabhängigkeit zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. In einer Welt, in der finanzielle Sicherheit und Selbstbestimmung zunehmend an Bedeutung gewinnen, sind solche Initiativen von unschätzbarem Wert (Quelle: meinbezirk.at).