Am 2. März 2026 fand in der ÖTB Turnhalle Perg die Women’s Night der Raiffeisenbank Perg statt. Diese Veranstaltung hatte ein wichtiges Thema: Finanzielle Selbstbestimmung und die Stärkung des persönlichen Finanzbewusstseins. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um sich über bewusste Entscheidungen und persönliche Stärke im Finanzbereich auszutauschen.

Eröffnet wurde der Abend von Michaela Keplinger-Mitterlehner, der Generaldirektor-Stellvertreterin der Raiffeisenlandesbank OÖ. Sie sprach über die Herausforderungen, denen Frauen im Finanzbereich gegenüberstehen, und gab praxisnahe Beispiele zu Veranlagung und Vermögensaufbau. Ihr Ziel war es, finanzielle Themen verständlich zu machen und Hemmschwellen abzubauen.

Podiumsgespräch und Austausch

Im Anschluss an ihren Eröffnungsimpuls fand ein Podiumsgespräch mit verschiedenen Expertinnen statt. Neben Michaela Keplinger-Mitterlehner nahmen auch Judith Stadler, Personalmanagerin der Raiffeisen Perg, Reinhild Schober-Hohla, öffentliche Notarin, und Berina Wöckinger, Privatkundenbetreuerin und Frauenbeauftragte der Raiffeisen Perg, daran teil. Die Diskussion drehte sich um berufliche Entscheidungen, Teilzeitmodelle, rechtliche Vorsorge und finanzielle Verantwortung. Die Moderatorin des Abends, Sabine Kronberger, sorgte für einen lebhaften Austausch.

Den Abschluss bildete ein Vortrag von Ingeborg Rauchberger, Juristin, Kabarettistin und Autorin. Sie thematisierte die innere Haltung, bewusste Entscheidungen und die Sichtbarkeit von Erfolgen, was das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen stärken sollte. Der Abend endete mit der Gelegenheit zum persönlichen Austausch und der Vernetzung in geselliger Atmosphäre.

Wichtigkeit finanzieller Unabhängigkeit

Finanzielle Unabhängigkeit ist von zentraler Bedeutung für Frauen, insbesondere in Anbetracht der Herausforderungen, die sie im Berufsleben häufig erleben. Laut einer Untersuchung geben rund ein Drittel der deutschen Frauen an, finanziell von ihrem Partner abhängig zu sein. Das führt dazu, dass viele Frauen im Alter geringere Renten erhalten und somit einer höheren Armutsgefährdung ausgesetzt sind (Quelle).

Die Teilnehmerinnen der Women’s Night erhielten wertvolle Tipps zur finanziellen Unabhängigkeit. Dazu gehört unter anderem der Kassensturz, um einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu bekommen, sowie der Abbau von Schulden. Wichtig ist auch der Aufbau eines Notgroschens in Höhe von drei bis sechs Monatsausgaben, um finanzielle Engpässe zu überbrücken. Zudem sollten Frauen rechtzeitig für das Alter vorsorgen, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Die drei Säulen der Altersvorsorge – gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge – sollten dabei nicht vernachlässigt werden (Quelle).

Nachhaltige Geldanlagen für Frauen

Ein weiterer zentraler Punkt sind nachhaltige Geldanlagen. Diese verbinden Renditechancen mit sozialer und ökologischer Verantwortung. Vor der Geldanlage sollten Frauen wichtige Fragen klären, wie viel Risiko sie bereit sind einzugehen und welche Ziele sie verfolgen. Sicherheitsorientierte Anlegerinnen können klassische Produkte wie Tagesgeld oder Festgeld in Betracht ziehen, während höhere Risiken beispielsweise durch Aktien, Fonds oder ETFs eingegangen werden können. Letztere erfreuen sich großer Beliebtheit aufgrund ihrer breiten Streuung und niedrigen Kosten (Quelle).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Veranstaltungen wie die Women’s Night der Raiffeisenbank Perg einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen leisten. Die Vermittlung von Finanzwissen und die Ermutigung zur Selbstvorsorge sind entscheidende Schritte, um die Herausforderungen im Finanzbereich zu meistern und Altersarmut vorzubeugen. Frauen sollten sich die nötigen Kenntnisse aneignen, um ihre finanziellen Entscheidungen selbstbewusst und eigenverantwortlich zu treffen.