In Perg kündigt sich ein spannendes Ereignis an, das die Geschichte der Region lebendig werden lässt. Am Freitag, dem 17. Oktober 2025, um 19 Uhr, wird die Sonderausstellung „Perg und die Römer – Welterbe Donaulimes im Blick“ im Heimathaus Stadtmuseum eröffnet. Diese Ausstellung, die bis zum 21. Dezember 2025 besucht werden kann, bringt den Besuchern die römische Vergangenheit näher und zeigt zahlreiche Funde aus der Römerzeit. Besonders bemerkenswert sind die Leihgaben aus den renommierten Römermuseen in Enns und Wallsee, die einen tiefen Einblick in das römische Erbe der Region ermöglichen.

Die Entdeckungen aus Perg, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, umfassen seltene Münzen und bedeutende Einzelstücke, die die römische Besiedlung dokumentieren. Außerdem werden die Funde aus Stein in St. Pantaleon Erla vorgestellt, wo 2017 ein Teil eines römischen Kastells entdeckt wurde. Ein Highlight ist die Entdeckung von drei römischen Feldlagern in Obersebern und Au an der Donau, die als die ersten Militärlager nördlich der Donau in Österreich gelten.

Ein großes Engagement für die römische Geschichte

Der Heimat- und Museumsverein Perg lädt herzlich zur Eröffnung der Ausstellung ein. Am Samstag, den 18. Oktober 2025, findet zudem ein Römernachmittag für Familien statt. Hier können Groß und Klein in die Welt der Römer eintauchen, während Peter Lichtenberger eine Lesung aus seinen römischen Kriminalromanen hält und sein modernes Lateinlexikon vorstellt. Diese Zusatzveranstaltung verspricht nicht nur Information, sondern auch Unterhaltung.

Ein weiteres Highlight wird der Vortrag von Dr. Christian Hemmers, dem Geschäftsführer des Forums Donaulimes, am 15. November 2025 sein. Er wird über das Thema „In Nachbarschaft zum Welterbe. Die Grenzen des Römischen Reiches an der Donau“ referieren und damit die Geschichte der römischen Präsenz an der Donau näher beleuchten.

Römische Militärgeschichte zum Mitnehmen

Die lange Geschichte des Donaulimes, der seit 2021 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist, war für die Römer von zentraler Bedeutung. Die Donau bildete die Nordgrenze des Römischen Reiches, wobei die Hauptstützpunkte wie „Lauriacum“, das heutige Enns, ein Netzwerk von Kastellen schützte. Jedes dieser Militärlager war strategisch positioniert und spielte eine wichtige Rolle in der Verteidigung der römischen Grenzen, die durch Straßen und Wachtürme geprägt waren, wie der Römer-Shop erläutert.

Um die römische Militärgeschichte greifbar zu machen, bietet der Bastelbogen für ein Römerkastell eine kreative Möglichkeit, die Struktur und das Leben im Kastell nachzuvollziehen. Ob jung oder alt, dieser Bastelbogen richtet sich an alle, die Spaß am Basteln haben und mehr über die faszinierende Zeit der Römer erfahren möchten.

Für alle Geschichtsinteressierten und Familien bietet die römische Vergangenheit in Perg eine Fülle an Erkenntnissen und Abenteuern. “Da liegt was an!” könnte man sagen, wenn man an die bevorstehenden Veranstaltungen rund um die Ausstellung denkt.