Die MimusBühne Waldhausen wird am Samstag, den 28. Februar, ein Stück auf die Bühne bringen, das schon seit über 100 Jahren die Herzen der Zuschauer erobert: „Pension Schöller“. Diese Premiere findet im Gasthaus Hader, dem „Schlüsselwirt“, in Waldhausen im Strudengau statt. Das Lustspiel von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby gehört zu den beliebtesten Verwechslungskomödien der Theaterliteratur und verspricht einen Abend voller Humor und Verwirrung.
In der humorvollen Handlung möchte ein wohlhabender Privatier eine Irrenanstalt besichtigen, wird jedoch von seinem Neffen in die Pension Schöller geführt. Dort werden die Gäste als „Insassen“ ausgegeben, was zu einer Reihe von skurrilen Situationen führt. Der Onkel ist zunächst begeistert von den illustren Gästen, doch die Verwirrung nimmt zu, als diese nach seiner Rückkehr bei ihm zu Hause auftauchen. Die Premiere startet um 19.30 Uhr, und auch weitere Aufführungen sind für den 6., 7., 13., 14., 20. und 21. März jeweils um 19.30 Uhr sowie am 8. und 15. März um 17 Uhr geplant. Reservierungen sind unter mimusbuehne.at oder telefonisch unter 0677/6231 5219 möglich.
Ein Klassiker der Komödie
„Pension Schöller“ ist nicht nur ein Klassiker, sondern auch ein Stück, das den meistgespielten deutschsprachigen Autor der Gegenwart repräsentiert. Die Besetzung der Aufführung umfasst bekannte österreichische KomödiantInnen, die die illustren Charaktere zum Leben erwecken. Dazu gehören eine Dichterin auf der Suche nach Romanstoff, ein Ornithologe mit Sprachschwierigkeiten, ein durchgeknallter Major und eine Schlagersängerin, die kein „L“ aussprechen kann. Auch Herr Schöller, der mit seiner verstorbenen Frau kommuniziert, und Onkel Ladislaus, der die Gäste für Insassen eines Irrenhauses hält, tragen zur humorvollen Verwirrung bei.
Die Regie führt Doris Happl, die das Stück neu inszeniert hat. Die Themen von Humor, Liebe und der Verwirrung zwischen „Normalen“ und „Irren“ geben „Pension Schöller“ seine zeitlose Anziehungskraft. Neben Happl sind auch andere kreative Köpfe beteiligt: Martin Gesslbauer gestaltet die Bühne, während Petra Teufelsbauer die Kostüme entwirft und Andreas Moravec für das Make-up Design verantwortlich ist. Die Gesamtleitung hat Marcus Strahl inne.
Theatergeschichte im Kontext
Die Bedeutung von „Pension Schöller“ lässt sich auch im Kontext der Theatergeschichte verorten. In der Publikationsreihe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften werden zahlreiche Aspekte des deutschsprachigen Theaters beleuchtet, darunter auch das Berufstheater in verschiedenen Regionen wie Prag und Innsbruck sowie die Entwicklung der Theaterlandschaft in Österreich. Das Stück selbst gehört zu einer langen Tradition von Komödien, die das Publikum durch Humor und Verwechslungen unterhalten.
Die Rezeption solcher Stücke zeigt, wie das Theater nicht nur unterhalten, sondern auch gesellschaftliche Themen spiegeln kann. Die Vielfalt der Charaktere und deren skurrile Interaktionen sind Teil dessen, was „Pension Schöller“ zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten Komödien ihres Genres macht. Besucher können sich auf einen unterhaltsamen Abend in Waldhausen freuen, der die Tradition des Theaters lebendig hält.





