In der Woche vor den Semesterferien erlebte die HAK Perg einen besonderen Höhepunkt. Gedächtnistrainer Manuel Rothwald war eingeladen, um im Rahmen der Projektwoche „HAK X-tended“ seinen Vortrag mit dem Titel „Vergessen war gestern“ zu halten. Diese Projektwoche fand bereits zum dritten Mal statt und wurde von Professorin Gudrun Lageder mit tatkräftiger Unterstützung der 4MK-Klasse organisiert. Rothwald, der seit Jahren Schulen in Österreich besucht, sprach nicht nur über Techniken zur Verbesserung des Gedächtnisses, sondern bot auch aktivierende Übungen an, die das Publikum zum Mitmachen einluden.

Der Vortrag fand am Abend des 11. Februars statt und richtete sich an Eltern und interessierte Gäste. In einem zweistündigen Format zeigte Rothwald, wie man Informationen effektiver einprägen kann, indem er Beispiele wie die Erinnerung an eine Einkaufsliste und die Staaten des amerikanischen Kontinents nutzte. Professorin Lageder äußerte sich positiv über Rothwalds Präsentation und die wertvollen Einblicke, die sie in die Funktionsweise des menschlichen Denkens erhielt. Weitere Workshops zu den Themen „Brain, Body, Balance“ ergänzten das abwechslungsreiche Programm der Projektwoche.

Wissenschaftliche Grundlagen des Gedächtnistrainings

Das Vergessen ist ein natürlicher Prozess, der uns hilft, unwichtige Informationen auszublenden. Neurowissenschaftler wie Charan Ranganath betonen, dass das Gehirn nicht mit unnötigem Ballast überlastet werden möchte. Um das Gedächtnis nachhaltig zu verbessern, sind Lebensstiländerungen von großer Bedeutung. Dazu zählen ausreichender Schlaf und eine gesunde Ernährung, die auch von Michael Hasselmo hervorgehoben werden. Diese Faktoren spielen eine essentielle Rolle bei der Festigung von Erinnerungen und der allgemeinen Gehirngesundheit.

Strategien zur Gedächtnisverbesserung

Die Erkenntnisse aus Rothwalds Vortrag und den wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass es zahlreiche Strategien gibt, um die Gedächtnisleistung zu steigern. Dazu gehören:

  • Bedeutungsvolle Verknüpfungen bilden: Neue Informationen mit bereits vorhandenem Wissen zu verknüpfen, erleichtert das Merken.
  • Lernsitzungen aufteilen: Durch „Spaced Repetition“ (verteilte Wiederholung) verbessern sich die Lerneffekte.
  • Laut vorlesen: Das laute Vorlesen oder Singen aktiviert mehrere Sinneskanäle, was das Erinnern unterstützt.
  • Die Sinne einsetzen: Informationen durch sinnliche Eindrücke lebendig zu machen, hilft, sie besser zu verankern.
  • Durch den Gedächtnispalast wandeln: Informationen mit vertrauten Orten zu verknüpfen, ist eine effektive Methode zur Erinnerung.
  • Bewusst Erinnerungen schaffen: Aktives Achten auf Erlebnisse trägt zur besseren Gedächtnisbildung bei.

Der Vortrag von Manuel Rothwald an der HAK Perg ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wertvoll die Anwendung von Gedächtnistraining im Alltag sein kann. Die Begeisterung der Schüler und Gäste zeigt, dass das Thema nicht nur lehrreich, sondern auch spannend und praxisnah ist. Für weitere Informationen zu Gedächtnistraining und Tipps zur Verbesserung des Erinnerungsvermögens, können Interessierte auch die umfassenden Erkenntnisse auf National Geographic nachlesen.

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